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1 (1895) Allgemeiner Teil und Personenrecht
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Zweites Kapitel. Das Recht der Verbandspersönlichkeit.

.Thering, wenn er für die wahren Subjekte alles Verbandsvermögensallein die zu dessen Genufs berufenen einzelnen Menschen erklärte 28 .

Im Auslande hat man auch den Versuch gemacht, die juristischePerson als Rechtssubjekt durch ihre Verwalter zu ersetzen 20 .

c. Theorien der realen Verbandspersönlichkeit.Zuerst von Beseler wurde mit Entschiedenheit der nationale Ge-danke wiederum ausgesprochen, dafs die menschlichen Verbändewirklich existirende Wesenheiten und somit auch für das Rechtreale Personen seien 80 . Nicht blos Germanisten 31 , sondern auchRomanisten 32 , Kanonisten 33 , Publizisten 34 und Rechtsphilosophen 35

28 Jkering, Geist des röm. R. III, 1 S. 216 ff., 325, 341 ff., 366 ff.; Zweckim Recht I 454 u. 551. Alsmechanischen Rechtsträger hält er aber die juristi-sche Person fest.

29 Serment, Associations et corporations, Geneve 1877.

30 Beseler, Volksrecht und Juristenrecht (1843) S. 158 ff.; D.P.R. § 66 ff.

31 Weiske, Ueber Corporationen nach römischen u. teutschen Rechts-begriffen, Leipzig 1847; Schüler in den jur. Abh. I (1847) S. 223ff.; Bluntschli,D.P.R. § 33 ff; Gierke, Art.Juristische Person in Iloltzendorffs Reclitslex. II420 ff.; Dahn, Deutsch. Rechtsb. S. 77 ff., Vernunft im Recht S. 160 ff; Ileusler,Inst. I 253 ff.; jetzt auch von früheren Anhängern der Fiktionstlieorie Stobbe,D.P.R. I § 49 ff, Gen gl er, D.P.R, § 26 ff, u. selbst Laband, Arch. f. öff. R. II160 ff

32 Zitelmann, Begriff u. Wesen der sog. juristischen Personen, Leipzig1873. Iluntze, Krit. Zeitschr. V (1859) S. 359 ff, Kursus des röm. R. (2. Auff.1879) S. 263 ff. u. Exkurse S. 440 ff. Zrödlowski, Das röm. Privatr. I 274 ff.Wächter, Pand. I § 53 ff. Dernburg, Paud. 1 § 59, Preufs. P.R. I § 49 ff.Förster, Preufs. P.R. IV § 280 ff. (während Eccius sich -wieder der Fiktious-theorie nähert). Sehr entschieden jetzt Regelsberger, Pand. § 75 ff. MitBeschränkung auf die historisch gewordenen Verbände v. Liebe, Der Besitz inthesi, Braunschweig 1876, S. 40 ff Im Grunde auch Bruns in IloltzendorffsEncykl. (5. Aufl.) S. 449 ff., der aber die Personengesammtheit nicht als wirklichePerson anerkennt. Ferner Bolze, Der Begriff der juristischen Person, Stuttgart1879, wo aber dem als reale und willensfähige Einheit anerkannten Verbandsganzendie Persönlichkeit versagt wird.

33 C. Meurer, Der Begriff u. Eigenthiimer der heiligen Sachen, zugleicheine Revision der Lehre von den juristischen Personen u. dem Eigenthümer desKirchenguts, 2 Bde., Düsseldorf 1885.

34 Vgl. die Anführungen b. Gierke, Genossenschaftstheorie S. 5 Anm. 4.Seitdem bes. G. Meyer, Staatsr. § 3ff; v. Kirchenheim, Staatsr. § 4 ff;II. Preufs, Gemeinde, Staat, Reich als Gebietskörperschaften, Berlin 1889;Bernatzilc, Krit. Studien über den Begriff der jur. Pers. u. über die juristischePersönlichkeit der Behöiden insbesondere, Arch. f. öff. R. V 169 ff.; Jellinek,Gesetz u. Verordnung S. 192 ff, System der subjektiven öffentlichen Rechte S. 12 ff,243 ff.; auch Ilänel, Staatsr. I S. 81 ff, wo aber auffallender Weise mit der ausdem realen Wesen des korporativen Verbandes abgeleiteten Konstruktion bei denOrganen Halt gemacht, dagegen die rechtliche Geltung des Verbandes als ein-heitliche Person wieder auf eine Fiktion gegründet wird (S. 106).

36 Vgl. die Anführungen b. Gierke, Genossenschaftstheorie S. 6 Anm. 1 u.