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1 (1895) Allgemeiner Teil und Personenrecht
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§ 42. Verlust der Persönlichkeit.

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Grundsatz wiederhergestellt 11 . Soweit hiernach der Ordensgeistlicheder Rechtsfähigkeit entbehrt, ist auch durch das Verbot desbürger-lichen Todes, obschon derKlostertod meist als ein Fall desselbenangesehen wurde, an dem bisherigen Rechtszustande nichts geändert 12 .Nur mul's heute angenommen werden, dafs mit dem Austritt aus demOrden unbedingt die volle Rechtsfähigkeit wiederum auflebt 13 .

III. Vermutheter Tod. Um dem Zustand der Ungewifsheitüber Leben oder Tod eines Verschollenen ein Ende zu machen, isteine Todesvermuthung und deren Feststellung durch Todeserklärungausgebildet worden 14 .

1. Geschichte. Im älteren deutschen Recht gieng, wenn einAbwesender als verschollen erschien, sein Vermögen in die Gewereseiner nächsten Erben über, die jedoch für den Fall der Wiederkehrdes Verschollenen zur Rückgabe verpflichtet blieben und hierfür

eines bestimmten Theiles ihres Vermögens gestatten und ebenso dem durch sie ver-mittelten späteren Anfall von Vermögen an die todte Hand Schranken setzen, lassenim Uebrigen das gemeinrechtliche Prinzip unberührt. Vgl. Singer, Die Be-hebung der für Ordenspersonen bestehenden Beschränkungen mit Rücksicht auf dieLehre von der Rechts- und Handlungsfähigkeit der Religiösen, Innsbruck 1880;Friedberg, Ivirchenr. § 88; Roth, D.P.R. I 401 ff. Ueber die in Deutschlandanzuerkennende Rechtsfähigkeit russischer Mönche und Nonnen vgl. R.Ger. XXXIINr. 46.

n Pr. L.R. II, 11 § 11991205; vgl. aber dazu § 1167.

12 Insbesondere nimmt die preufs. Praxis an, dafs die landrechtlichen Be-stimmungen trotz V.U. Art. 10 fortgelten; O.Tr. Berl. Strieth. XL 247, Dern-burg I § 40 Anm. 7, Stobhe § 38 Anm. 4. Auch das gemeine Recht ist durchArt. 10 nicht geändert; O.L.G. Frankfurt a. a. O. (oben Anm. 10) S. 261.

13 Dernburg a. a. O. S. 80; für das gern. R. Blätter f. Rechtsanw. XXVI292 ff., 362 ff. Jedoch nur für die Zukunft, so dafs der Ordensgeistliche das in-zwischen Anderen angefallene eigne oder fremde Vermögen nicht zurückerhält.

14 Cropp in Heises u. seinen jur. Abh. II 115 ff.; Pfeiffer, Prakt. Ausf.II 236 ff., IV 351 ff.; Bruns, Die Verschollenheit, Jahrb. des gern. R. 1 90 ff.(Kleinere Schriften, Weimar 1882, I 48 ff.); Hauser, Zeitsch. IV 315 ff.; C. F.Riesenfeld, Verschollenheit und Todeserklärung nach gemeinem u. preufsischemRecht mit stäter Rücksicht auf die Vorschläge des Entwurfs, Breslau 1891;Beseler, D.P.R. S. 225 ff., Gerber § 34, Roth I 340 ff., Stobhe I 302 ff.,Gengier §22, Franken S. 68 ft'.; Regelsberger, Pand. §61; Roth, Kurhefs.P.R. I 118 ff, Bayr. C.R. I § 22, 111 § 296; Böhlau, Mecld. L.R, II § 127 ff.;Unger, Oest. P.R. I § 27; Förster, Preufs. P.R. I § 19, Dernburg 1 § 4344;Zachariae, Franz. C.R. I § 151 ff. (8. Aufl. § 89 ff.), Crome, Allg. Th. S. 111 ff.,Barazetti, Personenrecht S. 296 ff. u. bes. S. 313 ff; Behaghel, Bad. L.R, §36 ff.;Huber, Schweiz. P.R. I § 10. Ueber die Vorschläge des Entw. I vgl. MotiveT 33 ff, Ilölder, Arch. f. c. Pr. LXX1II 23 ff., Gierke, Entw. S. 135 ff., Strohal,Jahrb. f. Dogm. XXX 144 ff., Verb, des XX. Juristent. I 258 ff., 280 ff., des XXI.Juristent. III 173 ff, 433 ff.