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Übersicht der inneren Verhältnisse.
gen fragte, woraus sie immer gute Antworten erhielt und si'chdarüber sehr sreuete. Ein kleines Kind antwortete ihr aufdie Frage, wie sie (die Herzogin) heisse: liebe Dorel.Der Berichterstatter, ein Bürger der Stadt, seines Handwerksein Rvthgärber, bat die Fürstin deshalb um Verzeihung undfügte hinzu, cs sei wahr, daß sie im ganzen Lande insgc-j mein die liebe Dorel genannt werde. Die Herzogin erwie-derte, indem sic ihre Hände faltete und gen Himmel blickte:„Gott sei gelobet für solchen köstlichen Titel, und will ich ihn,so ich bei Sinnen bleibe, in meinem Leben gegen eine Maje-stät nicht wechseln." Der Herzog umarmte sie und sagte:„ich will dich fortan nicht anders als liebe Dorel nennen."Nun kam der Prinz in den neuen Kleidern. Die Fürstini setzte ihn in die kleine Karosse und rief den Kindern zu: „zieht! mir den jungen Schalk im Garten herum, ich will euch sto-ßen helfen und Gott bitten, so mein Görgel zu Jahren kommtund euer Herr wird, daß er ihm Gnade schenke euch wiederzu ziehen aus Noth und Kummer, wie es einem rechten Lan-dcsfürsten ziemt." Alle Umstehende sagten: Amen! So fuh-ren nun die Kinder den Prinzen lustig im Garten herum, unddie Herzogin stieß nach und nahm immer den lebhaftesten An-theil an dem allgemeinen Vergnügen. Hierauf wurde geges-sen, und dann vergnügten sich die Knaben mit Bolzenschiesscn,die Mädchen mit einem Wurfspiele, wozu die Herzogin nütz-liche Bücher als Preise ausgcsetzt hatte. Der Prälat Schola-fticus des Kreuzstifts in Breslau schenkte, als briegischcr Land-sasse, dem Prinzen ein Zwcrgrößlein von der Größe einesFleischerhundes; da zappelte der kleine Görge freudig, bis ihndie Frau Mutter selbst aufsetzte und ihn hielt, als er im Gar-ten umherritt. Auch getanzt wurde nun. Der Herzog unddie Herzogin begannen, und selbst der Pastor sprach: „einTänzlcin in Ehren thut Gott nicht wehren," und folgte nach.Als sich der anwesende Ausschuß der Bürger ehrfurchtsvollschenkte Theil zu nehmen, rief die Fürstin: „zum Reigen!zum Neigen!" und tanzte selbst mit dem Berichterstatter, demRvthgärber Girth, dem die Beine ob der unverdienten Ehrezitterten und der fast närrisch vor Freude wurde, als ihm dieFürstin dann ihre Hand zum Küssen reichte.