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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Buch III. Viertes Hauptstück.

thun ließ, eroberte mehrere Orte in Hintcrpommern, dann f

Tribbesces und Damgarten und erstürmte Garz, das diebrandenburgische Besatzung tapfer vcrthcidigte, aber gänzlich lniedergemacht oder gefangen wurde. Weil den Schweden die-ser Ort gefährlicher als nützlich war, so zerstörte Bauer sämmt- ^

28. Juli liehe Werke, sprengte die Mauern und Thürme, brannte die ?

1638 Häuser nieder, sodaß nur die Kirche und Schule stehen blie- ^

bcn, und schickte die wenigen noch vorhandenen Bürger nach ^

Greifcnhagcn und Stettin '). Ein fester Platz nach dem au- ^

dem wurde von Bauer wiedcrerobert, die Reiterei des Gal-las, der mit den Brandenburgern bei Malchim stand, von

August Torstensohn zum Theile aufgeriebcn, und bald war ausser Dem- jmin ganz Pommern wieder in schwedischen Händen. Bauer !

drang in Mecklenburg und in die Marken ein, nahm das I

n.Sept. Städtchen Bernau und plünderte es völlig, daß die Einwoh- i

1638uer nach Berlin flüchteten und dort auf den Gassen lagen"), !

rieb dann einzelne Abtheilungen der Verbündeten auf, plün- !

derte Lenzen, schlug die Sachsen unter Marazini bei Dömitz !

Februar und jagte Gallas vor sich her über die Elbe, durch Sachsen, >

1639 bis pn die böhmische Grenze. ß

Auf diesem Rückzuge der Kaiserlichen wurde die Mark s

fürchterlich verwüstet. Nachdem sie Pcrleberg bereits am 24. ^

October und 13. November geplündert hatten, wurde es bald s

15. Novbr. darauf nochmals von ihnen ohne alle Rücksicht, daß es bran- ^

1638 bcnburglsch war und eine Schutzwache von Gallas hatte, über- ,fallen, ohne irgend eine Schonung alle Häuser, Kirchen, selbst dieGräber erbrochen, alles Hausgeräth, Fenster, Thürcn und wasnicht mit fortgcbracht werden konnte, zerschlagen, Mädchen vonzehn bis zwölf Jahren in den Kirchen genothzüchtigt, den Ein-wohnern Koth mit Urin vermischt in die Nasen, Ohren undHälse gegossen, was man den schwedischen Trunk nannte H, j

1) lAoutrum Luropnouiu III. S. 961. Die völlige Zerstörung derStadt leugnet Buch Holz Brandenburgische Geschichte Band III. S. 649.Eigentlich wohl nur ein Wortstreit.

2) lliostrum IZurop. III. S. 976.

3) Beckmanns Beschreibung der Churmark Brandenburg. Bd. II.

S. 64 ff. aus dem Berichte eines Zeitgenossen Theodor Balc. Man sicht

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