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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
Entstehung
Seite
518
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513 Buch III. Viertes Hauptstück.

chen aus Pommern verjagt hatte, noch ansehnliche Summen,viele Lieferungen von Lebensmitteln und Kleidungsstücken fürdas Heer erpresst, denn der Kurfürst weigerte sich den Schwe-den Spandau wieder einzuräumen und den Paß bei Küstrinfrei zu lassen, das Wrangcl nun einschloß, allein durch dieBrandenburger und Sachsen unter Klitzing genöthigt wurdenach Pommern zurückzuweichen, welches nun wieder von denVerbündeten durchstreift wurde. Die Noth stieg immer höherdurch die Pest, welche bereits seit mehreren Jahren in Ber-lin wüthctc und eine große Menge von Menschen wcgraff-te, daß bald über hundert und fünfzig Häuser leer standen,Die Altmark wurde sowohl dadurch als durch die Plün-derungen der Soldaten dermaßen ausgesaugt, daß viele Dör-fer wüste lagen, Städte leer standen, die Lodten nicht begra-ben, sogar viele von den Hunden gefressen wurden.to.März Nun starb der Herzog Bvgislav XIV. von Pommern,1637 uiid das Land hätte rechtmäßig sogleich an Brandenburg fallenmüssen, welchem die Landstände auch schon für diesen Fallgehuldigt hatten. . Bereits vor zwei Jahren hatten die Land-. stände bei der übcrhandnchmcnden Schwäche des Herzogs mitdessen Bewilligung eine Regierungsverfassring entworfen undbekannt gemacht (August und Nov. 1634), vermöge derendurch ein Collegium der Rcgicrungsräthe anstatt des Fürstenauch nach dessen Tode das Land verwaltet werden sollte.

Februar Kurz vor dem bald zu erwartenden Ende des Herzogs1637 äußerte ein Theil der Landstände zur Vorbeugung von Strei-tigkeiten mit Schweden die Meinung, es werde am bestensein, wenn bis zum Frieden mit Schweden die Landesregie-rung wie bisher von dem Regierungscollegium unter dem Namendes Hcrzogthums Pommern sortgesührt, der Überschuß der Ein-künfte aber zu Tilgung der Schulden verwendet werden würde.Der schwedische Gesandte Steno Bielkc war dem nicht abge-neigt, allein der Kurfürst wollte darein nicht willigen. Erführte weitläufig seine Rechte auf Pommern aus, welche auchvon Schweden nicht in Abrede gestellt wurden, ferner daß erdem Bündnisse, welches Gustav mit dem Herzoge geschlossen,immer widersprochen, behauptete sogar, cs wäre der 14te Ar-tikel desselben, welcher den Schweden den Besitz des Landes