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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Buch III. Viertes Hauptstück.

Standeshcrrschaftcn Trachcnberg und Wartenbcrg. Das schlu-gen die Schlesier sehr unwillig aus lind wendeten sich anOrenstjerna und an den Kurfürsten von Brandenburg. Die-ser und auch der Oberst Konrad von Burgsdvrf verwendetensich ohne Erfolg. Darüber daß die Schlesier auch Schwedenum Hülfe gebeten und dem Kurfürsten von Sachsen nichtvöllig und unbedingt und allein vertrauet hatten, war dieserso unzufrieden, daß seine Rathe gerade heraussagten, derSchlesier wegen könne der Friede nicht aufgehaltcn werden,und wenn sie auch zur katholischen Religion gezwungen wor-den wären, so sei ein gezwungener Wille doch auch ein Wille.Sie cntblödetcn sich sogar jetzt nicht den Schlesiern vorzuwcr-fen, daß diese den Schweden, als des Kaisers Hauptfeinden,ebenso den Brandenburgern allen Vorschub gethan, was ge-gen den Accord sei. Sie hatten an einer Verbindung gegenden Kaiser gearbeitet, während Sachsen von Rüstungen abgc-mahnt. Sie wären Vasallen des Kaisers und gingen dasReich nichts an. Eine eben erschienene Schrift, looi eom-munos Schlesischer Gravaminum, stoße dem Fasse den Bodenein, nenne den Kaiser einen eingezwungcncn König undscheine ihm allen Gehorsam aufzusagcn. Diese Schrift, welchedie Verhältnisse Schlesiens gründlich und mit Wahrheit undLeben darstcllte, bewies allerdings, wie grausam und unrecht-lich der Kaiser hier verfahren war und wie falsch Sachsen ge-gen dasselbe handelte. Es ist wahr, daß sic scharfe Ausdrückeenthält, man hat aber gut von Mäßigung reden, wenn mandaheim in Ruhe und Sicherheit sitzt. Widerlegen konnte mandie Lhatsachen doch nicht.

Die Schlesier wollten die Pirnaische Fricdcnsnotul nichtannehmen, bestanden auf den Accord und den Majestätsbrief,Februar schickten nochmals eine Gesandtschaft nach Dresden und schric-1635 bcn endlich an den Kaiser, baten um Pardon und Erhaltungdes Majestätsbriefs mit weitläufiger Vcrtheidigung ihres Ver-fahrens. Der Herzog Wenzel von Münsterbcrg rieth ihnen,angeblich als treuer Patriot: weil die Gnadcnthür noch offenstehe, unverzüglich Abgeordnete nach Prag zu schicken, wo dersächsische Friede verhandelt wurde. Der schwedische GeneralDauer sicherte ihnen jetzt die Unterstützung seines Heers zu