nibal von Dohna gehörte, als Eroberung behalten wollten. ^Zugleich bat er um Einschlicssung in den Frieden mit demKaiser und Erhaltung des Accords und des Majcstätsbriefs.i.Novbr.Bald darauf vereinigten sich die evangelischen Fürsten und1034 Stände zu Breslau, schickten Gesandte nach Dresden und be-standen hauptsächlich auf die Erhaltung des Accords und desMajcstätsbriefs. Sie stellten dem Kurfürsten vor, was erihnen feierlich versprochen, wie viele Seufzer der Evangeli-schen er auf sich laden würde, wenn er sie verliefst, wodurchSchlesien vernichtet werde. Der Kurfürst versprach auf denAccord zu halten; Ferdinand dagegen wollte die Religions- !
frciheit nur den fürstlichen Häusern und der Stadt Breslau -
nachgebcn, seines Gewissens wegen aber das Recht behaup-ten aus den Erbfürstcnthümcrn die Evangelischen zu vertrei-bcn. Er warf den Schlesiern vor, nicht bei ihm um Hal- ^tung des Accords angcsucht, diesen durch Eingehung fremderVerbindungen gebrochen, keine Sicherheit gegen eine neueEmpörung gegeben und sich des Münzrcchts angcmaßt zu ha-ben. Er verlangte eidliche Entsagung aller Bündnisse, Aus-lieferung aller Bundesurkundcn, unentgeltliche Herausgabe deran Breslau verpfändeten Hauptmannschaft dieses Fürstenthumsund demüthige Abbitte ihres Vergehens.
Die Schlesier vertheidigtcn sich damit, daß sie nur säch-sische Hülfe angerufen, was ihnen dem Accorde gemäß frei-stehe, daher könnten sie keine Bundesurkundcn ausliefern, weilsie keinen Bund abgeschlossen hätten '). Die Münze hättensie an sich genommen, weil die Sachsen sich derselben hättenbemächtigen wollen; auch stehe ihnen das Münzrccht zu, wärevon ihnen nur auf Ansuchen des Kaisers (1628) für einigeZeit nicht gebraucht worden. Der Kaiser, gegen den sic Nichtsunternommen, habe in Schlesien das Recht nicht, die Prote-stanten auszutrcibcn, da der Majestätsbrief und sächsische Ac-
I) Allerdings war das Bündniß nicht förmlich abgeschlossen worden,daher keine Urkunde darüber vorhanden; allein die Stande hatten ihrenBeitritt in Breslau 1633 und in Frankfurt am Main 2. August 1634förmlich erklärt; sie gaben daher allerdings fälschlich vor, nur sächsischeHülfe angerufen zu haben, denn gerade weil das nicht so geschehen war,wurde Sachsen unwillig.