Der drcissigjährige Krieg.
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unter schwedischen Edclleutcn stehn. Axel Oxenstjerna, Gustavsgroßer Kanzler, suchte nämlich nun eine Vereinigung der pro-testantischen Reichsstände unter schwedischer Leitung zu bewir-ken. Diesem arbeitete Johann Georg von Sachsen möglichstentgegen und wollte selbst, obgleich in jeder Art völlig unfä-hig dazu, an der Spitze der Protestanten stehn. Der Kur-sürst von Brandenburg, welcher mit den Schweden jetzt einver-standen war, ging selbst nach Dresden, um Sachsen sür den FebruarBund zu gewinnen; doch war alle, vier Wochen hindurch 1633aufgcwendete Mühe vergeblich, und die alten Freunde gerie-then ziemlich aneinander, als der Kurfürst von Sachsen demBrandenburger vorwars: ihn zu Leipzig als sein Haupt miterkoren und erkannt zu haben, worauf Georg Wilhelm erwie-dcrte: er wisse Nichts von dergleichen Haupte der Evangeli-schen; der Kurfürst von Sachsen sei ein Kurfürst und erauch').
Als es nun Oxenstjerna dennoch gelang die vier oberenNeichskreise zu Hcilbronn dahin mit Schweden zu vereinigen, tZ. Aprildaß ihm als Direktor wenigstens die Leitung der Kriegsangele- 1633gcnheiten bliebe, so war der Kurfürst von Brandenburg ihmnicht entgegen, desto mehr der Kurfürst von Sachsen. Dieserließ sich nun auch in Fricdensunterhandlungen mit dem Kai-ser ein, welche unter dänischer Vermittelung in Breslau an- Augustgestellt werden sollten, aber spater wirklich in Leutmcritz began-1633nen und in Pirna, hauptsächlich nach der nördlingcr Schlacht,thätig fortgesetzt wurden.
Bereits im September schickte der Herzog Johann Chri-stian von Brieg, als er das hörte, seinen ältesten Sohn Georgund zwei Räthe nach Dresden, mit Beschwerden über diesächsischen Befehlshaber, welche mit den Schweden uneinigwären, sich nur zu bereichern suchten, hohe Zölle anlcgten, dieEinkünfte der katholischen Kirchengüter, das Silber der Klö-ster und Kirchen an sich nähmen, die Teiche ausfischten unddie Wälder niederschlügen, das Holz verkauften, das Volkund selbst die fürstlichen Beamteten mishandelten und dieStandesyerrschaft Wartenbcrg, welche dem Grafen Karl Han-ls Chemnitz, zweiter Lheil. S. 25.