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Buch III. Viertes Hauptstück.
gen geworfen, sowohl zu ihrer eigenen Deckung als auch ausBesorgniß, die Schweden und Sachsen würden hier ausgenommen werden und sich festsetzen. Die Stadt Breslau da-gegen und die Herzoge von Licgnitz und Brieg wussten rechtgut, daß mit Einnehmung einer kaiserlichen Besatzung ihreReligionsfreiheit, die allein in Schlesien nur noch in diesendrei Städten ungehindert bestand, verloren sein würde. Sic !warben daher selbst Söldner, um sich vertheidigen zu können, ^und nahmen so den Kaiserlichen den Vorwand, diese Festungenals Schützer gegen den Feind besetzen zu wollen').
Juli Nun rückte im Sommer des Jahrs 1632 ein sächsssch-1632 schwedisch > brandenburgisches Heer unter dem General Arnim,dem Herzoge Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altcnburg, demGrafen Thurn und den Obersten Teufel ^) und Burgsdorf inSchlesien ein. Arnim erklärte in öffentlich vertheiltcn Schrif-ten, er komme, bevollmächtigt vom Kurfürsten von Sachsen,als dem Gcwährlcister des vom Kaiser verletzten dresdener Ac-cords (vom Jahre 1621), die Religionsfreiheit der Schlesierzu schützen und wieder hcrzustellen, und foderte diese zugleichauf ihn zu unterstützen. Obgleich nun die Verbündeten starkeLieferungen ausschricben und dem Lande sehr beschwerlich sie-len, die Brandenburger sogar Priebus plünderten "), so wur-den sie doch von den Protestanten als Retter empfangen,und der evangelische Gottesdienst überall wohin sic kamenwieder eingerichtet. j
6. Äug. Nachdem Arnim die Stadt Glogau durch Sturm, den ^
Dom daselbst durch Vertrag erobert hatte, zog er vor Lieg- >
nitz. Der Herzog Georg Rudolf von Liegnitz, der ohnehinwegen früherer Theilnahme am Kriege bei dem Kaiser in Un-gnade war, befand sich jetzt in einer sehr schwierigen Lage.
1) Dieses und das Folgende hauptsächlich aus der bekannten Schrift !I^üci cominunes schlesischer Oravsininuin, Breslau 1634 und dann öfterwieder abgedruckt, ferner aus den ungedruckten Gesandtschastsberichten undVerhandlungen über den prager Receß vom I. 1635, in dem Archive,welches dem Gymnasium zu St. Elisabeth in Breslau gehört.
2) Gewöhnlich Duval; Nühs nennt ihn Teufel.
3) Worbs Geschichte von Sagan. S. 26S.