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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Dcc drei sslgjährlgc Krieg.

dctcr. Die Entschlossenheit Bernhards von Weimar vollen-dete den unzweifelhaften Sieg. Waldstein wich nach Böhmenzurück.

Zur rechten Zeit für seinen Nachruhm sei Gustav gefal-len, hat die, man möchte fast sagen engherzige, wenn auchverzeihliche Beschränktheit einiger Geschichtschreiber behauptet,welche sich von den leeren Vorurtheilen für Erhaltung jeneralten morschen Formen des römischen Reichs nicht loszureissenvermochten. Und was konnte denn Gustav gegen oder fürDeutschland wollen? Gewiß nicht mehr als dessen Freiheitund Glück. Und wäre er nun des gestimmten Landes oderi auch nur der Protestanten Kaiser oder Schutzherr geworden,würde das Vaterland unglücklicher unter ihm als unter denösterreichischen Ferdinanden gewesen sein? Die entschiedenellntauglichkeit der damals vornehmsten protestantischen Fürstenhätte doch wohl unter ihm vergessen werden können. DieHerrschaft eines so großen und hochherzigen Mannes, wieGustav war, ist überall ein Segen der Gottheit nicht nurfür die lebenden, sondern auch für alle kommenden Ge-schlechter r).

Unterdessen war Schlesien seit mehreren Jahren nichtmehr Schauplatz des Kriegs gewesen, hatte aber darum nichtviel weniger gelitten durch die grausamen Bedrückungen derProtestanten und deren Auswanderungen, ferner durch dievielen Lieferungen an die kaiserlichen Truppen, deren Durch-märsche und endlich durch die fortgesetzten ausserordentlichenAuflagen, welche jährlich zwischen fünf- und zwölfmalhundert-tausend Thaler betrugen. Die kaiserlichen Generale, welchenicht wie sonst unter dem obersten Landeshauptmanne, son-dern unter dem Herzoge von Friedland standen, hätten gernin die drei Festungen Breslau, Liegnitz und Brieg Besatzun-

1) Es ist hier nicht der Ort, um das Obige weiter auszuführen;ich glaube Alles hinreichend bezeichnet z» haben, und man wird mir wohlzutrauen, daß ich weiß, was man über Gustavs Entwürfe anführt.Man vergesse nur nicht, daß Schweden unter einem Gustav Adolf, KarlGustav, Karl Xll. die Welt vielleicht erobern, aber nicht als Eroberungbehaupten, noch weniger sie in Fesseln schlagen kann, wie später Frank-reich mit zehnfach stärkerer Macht.