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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
Entstehung
Seite
412
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41.2

Buch m. Viertes Hauptstück.

serungen, was dieser verweigerte, sich noch einige Zeit hin-durch im Besitze der Herrschaften behauptete und für die ge-meine Sache, die Vertheidigung des Protestantismus, äufserstkräftig wirkte, sodaß er die Seele des gesammten damali- 'sgen Kriegswesens der Schlesier war'). Von der andern >Seite zog den Böhmen ein tüchtiger und versuchter Kriegsmann ^in dem zum Protestantismus übcrgetretenen Grafen Ernst !von Mansfeld mit viertausend Mann zu. Die mährischen !Stände halfen weder den Böhmen noch dem Kaiser; die -Österreicher weigerten ihm eben sowohl Beistand als das fHaupt der Liga, der Herzog von Baiern. Die Fürsten derevangelischen Union, besonders der Fürst Christian von An-halt, arbeiteten lebhaft, und es wurde schon damals daran ge-dacht, wenn der Kaiser sterben würde, dem Herzoge von Sa-voyen die Kaiserwürde, dem Kurfürsten Friedrich von derPfalz die böhmische Königskrone zu verschaffen.

LO. Mär; Unter diesen Unruhen starb der langst kranke Kaiser,er noch, gebeugt durch das viele von ihm selbst gro-ßentheils herbeigeführte Unglück seiner Regierung, am Tagevor seinem Tode den Protestanten die früheren Religionsvcr- ^sicherungen vom Jahre 1609 erneuert hatte. !

Nun drängte sich die Lhätigkeit der Parteien. Die Öster- ireicher verweigerten dem Ferdinand die Huldigung vor derEntlassung des fremden Kriegsvolks unter Boucquoi undDampierrc und waffneten sogar. Die Böhmen, welche denThron für erledigt erklärten, und die Lausitzer waren offenbar -gegen ihn; bald auch Schlesien, das ihn anfangs als König ^anerkannt, aber ihm die seinem Vorgänger . bewilligtenSteuergelder zu übersenden verweigert hatte. Mähren trat i-jnun auch zu den Böhmen; Ungarn verhandelte ein Bündniß .zmit denselben. Der Fürst von Siebenbürgen, Bethlen, suchte ssich dieses Reichs zu bemächtigen; Steiermark und Kärnthen ^waren unruhig, Ferdinand in Grätz nicht mehr sicher, dazu iohne Geld und ohne Truppen. Sein Schwager Maximi- hlian von Baiern wartete ab; der Graf Mathias von Thum ^nahm die Vorstädte von Wien ein. Die Protestanten be- .j

1) Wie handschriftliche Nachrichten aus dieser Zeit beweisen-