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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Buch III. Zweites Hauptstück.

nicht die glücklichste war, ungemein. Der Herzog Albrechtwar ein eben so durchaus gutmüthiger als schwacher Fürst,was natürlich gegen das Ende seines Lebens, bei hohem Al-ter noch greller hervortrat. Er ließ sich fast immer von Günst-lingen leiten und siel aus der Hand des Einen in die desAndern, sodaß zuletzt jedes Gefühl von Selbstständigkeit verlo-ren ging. Die Günstlinge suchten in der Regel ihren undnicht des Herzogs und des Landes Vortheil. Der Mangeleines streng geregelten, mit den Einkünften im Verhältnissestehenden Hoshalts, der Aufwand, welchen nöthige und un-nöthige Rüstungen gegen zu besorgende Angriffe durch denOrden, glänzende Turniere und Festlichkeiten anderer Art ver-ursachten, erschöpften den Schatz, beluden den Herzog mitSchulden, nüthigten ihn zur Erhöhung der Zölle, was Unzu-friedenheit erregte, und setzten ihn in die Verlegenheit, dieLandständc unablässig mit Anfoderungen um Geld beschwerenzu müssen. Die Stände übernahmen die Schulden von Zeitzu Zeit, allein ohngeachtet aller ihnen gegebenen und urkund-lich ausgestellten Versicherungen, Nichts weiter verlangen zuwollen, wurden die Anfoderungen immer wieder erneuert.Die Städte, die das Meiste tragen mussten, wurden dahernicht minder mißvergnügt als der Adel, der, soviel er aucherlangt hatte, sich doch damit nicht begnügen wollte und ganzim Geiste der Aristokratie, während er die Bauern unter-drückte, die Macht des Herzogs beschränken wollte.

Die ehemaligen Ordensritter wollten, wie früher das Ca-pitel des Hochmeisters, die Regierungsgewalt des Herzogstheilen, was diesen argwöhnisch gegen die eingeborenen Räthemachte. Er umgab sich daher mit Ausländern, welche sehrleicht sein Mistrauen zu ihrem eigenen Vortheile verstärktenund ihn veranlassten nach möglichst unbeschränkter Gewalt zustreben, welche sie dann in des Herzogs Namen verwaltet ha-ben würden. Einzelne Schritte, welche gethan wurden, reiz-ten die Eifersucht der Preussen, und gegenseitiger Argwohntrennte so den Herzog von seinen Unterthanen. Der Adelging vereint und fest mit bestimmtem Zwecke auf sein Ziel los,die fürstliche Gewalt zu schwächen; der Herzog schwankte, war1540 unentschlossen und erlag. So musste er das sogenannte große