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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Buch I!I. Erstes Hauptstück.

sei; endlich gab er nach, daß künftig kein Pole mehr in denOrden ausgenommen werden sollte, doch bestand er auf dieHuldigung, von welcher er auch, ohne die Polen aufzubrin-gcn, gar nicht entbinden konnte. Obgleich nun AlbrechtsBruder, der Markgraf Kasimir, diese Bedingungen mit demKönige vertragen hatte, so verwarf sie der Hochmeister den-noch. Er hoffte aus Unterstützung des Papstes, des Reichs,des Königs Christian von Dänemark und bald auf den Krieg,zu welchem er den Czaar Wasiley anreizte, der auch den Po-len Smolensk wegnahm. Er entließ den Meister von Lies-land für hunderttausend Gulden der Huldigungs- und Lehns-Pflicht gegen den Hochmeister in Preusscn, wodurch es jenemgelang sich zum unabhängigen Fürsten zu erheben, und ent-sagte, um den Kurfürsten Joachim zu gewinnen, zu dessenGunsten und wahrscheinlich für erhaltene oder doch schuldige

1517 Geldsummen ') dem Wiedercinlüsungsrechte der von seinenVorgängern an Brandenburg verpfändeten Neumark. Vor

1518 allen Dingen rüstete er thätig, und schon begannen seine Söld-ner in Preusscn Feindseligkeiten gegen Polen. Ein Haufederselben, der aus Deutschland den Zug durch die Markenfrei erhielt, drang in Polen ein, verbrannte Mcscritz, konntenicht nach Preusscn gelangen und verlief sich. Der KaiserKarl ermahnte selbst den Hochmeister zur Leistung der Huldi-gung. König Sigismund sodcrte ihn nach Lhorn und cr-

S8. Dec. klärte ihm, als er nicht erschien, den Krieg. Dieser ward nun

1519 von beiden Theilcn ohne großen Nachdruck geführt, indem ein-zelne Städte von beiden Seiten erobert und verloren und wie-der erobert wurden, neigte sich aber doch immer mehr zum Nach-theile des Hochmeisters, der eben keine Fcldhcrrntalente undEntschlossenheit zeigte. Dazu kam, daß ihm seine aus Fran-ken mitgebrachtcn Günstlinge die Gemüthcr in Preusscn ent-fremdeten, weshalb ihm die Stände geradezu sagten, dieausländischen Räthc hätten Jedem das Seine genommen und,nachdem sie ihren Beutel gefüllt, das Land verlassen. DieNoth war groß. Aus dem Blei, mit welchem Thürme ge-

1) Dieses sagt die Urkunde bei Gercke» 6os. >1>gl. 1. V. S. 27Zausdrücklich ohne nähere Bestimmungen. Bergl. übrigens LancizolleGesch. der Bildung des p.ei.sstschcn Staats I. S. L98 ff.