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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Wuch III. Erstes Hauptstück.

allein auch in weniger entfernten Zeiten haben die Verthcidi-gcr von Fürsten, aus welchen sich vielleicht Wenig oder Nichtsziehen ließ, deren Erzieher deshalb angeklagt. Wie dem aberauch sei, Georg beförderte sowohl durch seinen Einfluß aufden König, den er von durchgreifenden Schritten abhiclt, wasbesonders für die Erbfürstcnthümcr in Schlesien wichtig war,als auch unmittelbar in seinem Herzogthume Jägerndorf undals Erbe von Oppeln und Ratibor, die Reformation haupt-sächlich dadurch, daß er ihr Zeit ließ sich sestzusctzen und aus-zubrcitcn. Schlesien war durch seine vielfachen Verwickelun-gen in die hussitischcn Streitigkeiten und durch nahe Berüh-rung mit den Böhmen natürlich sehr bekannt mit den Lehr-sätzen der Hussitcn geworden. Wurde doch im Jahre 1478der Propst des Domstifts zu Breslau als hussitischer Ketzer undderen Beförderer abgehetzt. Viele schlesische Fürsten hattendie Partei König Georgs ergriffen, und dessen Nachkommenregierten noch in Münsterberg, Ols, Glatz und Wohlau; seinEnkel Karl, spater oberster Landeshauptmann, schrieb bereitsim Jahre 1522 an Luther,er habe schon seit längerer Zeitdem Worte Christi mehr Glauben gegeben, als er der Ver-leitung des päpstlichen Stuhls gefolgt sei." König GeorgsTochter, Ludmilla, war die Mutter Friedrichs II. von Licg-nitz, des ersten Fürsten, der sich öffentlich schon im Anfängedes Jahres 1523 zur Reformation bekannte, das Abendmahlunter zweierlei Gestalt genoß und dasselbe durch öffentlicheallgemeine Bekanntmachung seinen Unterthanen gestattete. Erwar damals zehn Jahre hindurch (15161526) obersterHauptmann von Schlesien. Eine Enkelin König Georgswar die Gemahlin Herzog Kasimirs IV. von Tcschcn, derauch Troppau besaß und der Reformation keine Hindernisseentgegensetzte.

Ähnlich verfuhr der Bischof von Breslau, Johann Turzo,ein aufgeklärter Herr, der sehr wohl cinsah, wie tief die Geist-lichkeit in der öffentlichen Meinung gefallen war. Ließ erdoch wegen abergläubiger Verehrung (1517) ein Marienbild

tenen Büchern, deren Verfassern ungewöhnliche Quellen zugänglich wa-ren, die sie wacker zu benutzen verstanden.