Übersicht.
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am Gemeinwesen theils ausgeschlossen theils verdrängt wurdetheils sich selbst zurückzog, weit früher so vollständig gewor-den sein wie über hundert Jahre später, wenn nicht unsereLänder innerlich auf das durchdringendste erschüttert wordenwären durch die Richtung, welche die geistige Thätigkeit derMenschen nach einer Verbesserung der Kirche hin erhielt.
Es ist kaum zu Zweifeln, daß die Erschlaffung des öffent-lichen Geistes, im Bezüge auf Sachen des Staats und desGemeinwesens überhaupt, die Reformation wirksamer beför-derte, als man gewöhnlich zu glauben geneigt sein dürste.Abgcwendet von jenen Angelegenheiten mochten sich doch wohldie Gebildeteren desto mehr mit religiösen Gegenständen be-schäftigen, die Völker selbst aber in der entstandenen Bewe-gung einen neuen Reiz und gewissermaßen Ersatz für ihrefühlbare Ausschliessung von dem Staatslcben suchen. Jetztgalten sie wieder Etwas, ihre Thätigkeit war bedeutend, siemochten nun für oder gegen die Fürsten sein, immer fühltensie sich wieder, wie die zum Bewusstsein gebrachte Kraft, unddiese durste im sittlichen und religiösen Bezüge nur gewecktwerden, sie war in Deutschland überall in den Völkern vor-handen. Dabei hatte die allgemeiner verbreitete wissenschaft-liche Bildung einer Reform ebenso vorgearbeitet, wie derVerfall der kirchlichen Einrichtungen selbst.
Es ist gewiß bcmerkcnswcrth, wie seit der Stiftung derUniversität zu Prag (1347) ein wahrer Wetteifer unter dendeutschen Fürsten entstand, sich durch Bildung auszuzeichncnund Etwas für sie zu thun. Gerade auch in dieser Hinsichtist die Wirksamkeit der Einrichtungen Karls IV. fast nichthoch genug anzuschlagen. Eifersüchtig auf den Glanz, den sicaus diesen Fürsten warf, gründete König Kasimir von Polendie Hochschule zu Krakau (1364) und Herzog Rudolf vonÖsterreich die zu Wien (136ö). In unfern nördlichen Län-dern gebührt der Ruhm, sich als Fürst zuerst um höhere wis-senschaftliche Bildung Verdienste erworben zu haben, demtrefflichen Hochmeister, Winrich von Kniprode (ff 1382), durchAnlegung einer Rechtsschule in Marienburg. Besonders wa-ren cs die immer häufigem Berührungen, in welche die Für-sten verschiedener Länder im Kriege und im Frieden kamen,