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Buch II. Zehntes Hauptstück.
me, die Herzogin Dorothea von Lauenburg, die ihn besuchenwill, aufnehmcn soll; er muß seine Heirath mit der PrinzessinMargaretha von Sachsen mehrere Jahre aufschieben, weil dieStädte sich weigern vor Aufhebung der, wie sie behaupteten,widerrechtlich angelegten schweren Zolle ihren Anthcil an denvom Lande aufzubringcnden zehntausend Gulden zu entrichten; ^dabei fürchtet er, die Kosten der Hochzeit werden sich hoch 'belaufen, weil die niederdeutschen Fürsten sehr ungenügsamseien und er statt ihrer lieber noch einmal so viel Franken,Meifsncrn oder Thüringern Unterhalt geben wolle; der Hafersei thcucr und er habe keinen Pfennig Geld dazu. Er mußseinem Vater Vorstellungen machen gegen dessen Verlangen, inTangcrmünde Hof halten zu sollen, weil das zu viele Kostenverursache, die altmärkischen Städte sich ihm widcrsctzten under kein Mittel habe sie zu bezwingen, wodurch der HerrschaftOhnmacht erkannt werden würde. Ausserdem geben die we-nigen noch erhaltenen Briefe des Kurprinzen an seinen Vatereinen sichern Beweis von der ungemein hohen Achtung, inder Albrecht stand, wie auch von der guten Einsicht des frei-lich durch den Bischof Friedrich Sesselmann von Lebus treff-lich berathcncn Sohns, der mit kindlicher Ehrfurcht betheuert,er wisse wohl, daß des Vaters Weisheit und Übung in Ge-schäften und in dem mindesten Knie mehr auszurichten wisse,denn wir und unsere Räthe in allen unseren Köpfen und Leich-namen, weshalb er auch ohne dessen Willen und Geheiß Nichtsthun will').
Wie besorgt indessen Kurfürst Albrecht war die Machtseines Hauses zu erhalten, bewies er durch sein im Jahre 1473gegebenes Haus-Gesetz, obgleich er sich von den herkömmlichenBegriffen über Theilung der Länder nicht ganz losreissen konnte.
Er vcrordnete in demselben, es sollte, so lange nur Ein männ-licher Sprosse des Stammes vorhanden sein würde, dieser dieMarken und die Länder in Franken vereinigt besitzen; warenzwei, der älteste die Marken, der andere die fränkischen Für-stenthümer erhalten; waren drei, die fränkischen Länder gcthcilt
1) 6oäex epistolLri» mLrckionis lolisnuls aä prUrem Llberlm»cledorew. Lervlcsii coäex siplom. 1. VUl, p. 491 s<^.