Brandenburg unter Albrecht.
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Tode an den König Mathias fallen sollten. Um seine Ent-würfe durchzusctzcn, wollte Johann Alles wagen. Die allge-meine Unzufriedenheit in Schlesien ließ ihn hoffen, er werdeUnterstützung finden, um das Land von der drückenden Herr-schaft des Königs Mathias zu befreien. Er verband sich mitden Herzogen von Oppeln, verlobte seine drei Töchter an dieEnkel Georg Podiebrads, die natürliche Feinde Georgs waren,und rechnete auf Wladislaus von Böhmen, den Erben Schle-siens nach Mathias Tode. Bei den Hochzeit-Feierlichkeitenverlangte er ausschliessliche Huldigung von dem glogauer Ra-the, der auch dem Könige geschworen hatte. Als sich die sie-ben Rathmänncr weigerten ihren Eid zu brechen, ließ er sie 1483in einen Thurm werfen, wo sie verhungern mussten, was ei-ner von ihnen mit sterbender Hand für die Nachwelt ausge-zeichnet hat. So tapfer sich Johann nun wehrte, so konnteer doch dem Heere des Königs Mathias nicht lange wider-stehn; alle Städte sielen in dessen Hände, Johann musste seinFürstcnthum gegen eine Geldsumme abtrctcn, die Herzoge vonOppeln achtzchntaufend Ducaten Strafe geben, die von Mün-stcrberg verloren ihr Land, das der König cinzog.
Zur großen Freude der Schlesier und besonders der Bres-lauer starb bald darauf König Mathias, und ihm folgte, wie 7. Apriles vertragen war, Wladislaus von Böhmen. Dieser war das 1490Gegenthcil von seinem Vorgänger an Milde und Nachgiebig-keit bis zur Schwäche. Er gab den Fürsten ihre Länder zu-rück, welchen sie Mathias genommen hatte, ließ aber sowohlden Fürsten insgemein als den Landes-Hauptleuten die Händeso frei, daß darüber große Unordnungen entstanden. Es zeigtesich das recht deutlich, als sich die schlesischen Fürsten in Neisse 1497wegen der dem Könige zu leistenden Huldigung beriethcn. Her-zog Kasimir von Teschen, der oberste Landes - Hauptmann,sprach hier über die Angelegenheit eines Edelmanns mit demHerzoge Nicolaus von Oppeln, einem äusscrst harten und ge-gen seine Unterthanen tyrannischen Wüthrich. Dieser, arg-wöhnisch, weil er kein gutes Gewissen hatte, und besorgt, manwerde ihn, wie bereits vor zehn Jahren auf Befehl des Kö-nigs Mathias geschehen war, gefangen setzen, gcrieth plötzlichin eine solche Wuth, daß er seinen Dolch zückte, den Herzog
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