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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Brandenburg unter Friedrich II. 223

auch Geistliche anwesend, welchen die Stamm-Verwandtschaftzwischen Stettin und Wolgast bekannt war. Ein entschlossenerEdelmann, Lorenz Eikstetten, sprang in das Grab, holte Helmund Schild wieder heraus und sagte:Nein! nicht also, wirhaben noch erbliche, geborne Herrschaft, die Herzoge von Pom-mern-Wolgast, denen gehört Schild und Helm zu." Es ent-stand wohl großer Streit zwischen der märkischen und pom-merschen Partei, doch war diese weit stärker, schickte den Her-zogen Erich und Wratislav von Wolgast Schild und Helmzu und nahm sie für ihre Erbhcrren an, trotz alles Wider-spruchs des Kurfürsten und seiner Anhänger.

Waren auch die Kurfürsten des Reichs für Friedrich, soneigte sich doch der schwache Kaiser im Kriege gegen GeorgPodicbrad bald mehr auf die Seite Pommerns, gab ganz wi-dersprechende Privilegien und hinderte dadurch selbst friedlicheAusgleichung. Nach mehrjährigen vergeblichen Bemühungen 1468 u.griff der Kurfürst zu den Waffen. An einem Tage erhielten 1469die Herzoge Erich !I. und Wratislav X. neunzehn Absage-Briefevom Könige Georg von Böhmen und vielen Reichsfürstcn.Indessen half dieses dem Kurfürsten Nichts, der selbst das Bestethun musste. Ungeachtet des starken Heeres, mit dem er inPommern einsiel, konnte er doch, wenig unterstützt von denMarkern, nur vergebliche Belagerungen unternehmen und dasLand verheeren, was besonders der Neumark von den Pom-mern grausam vergolten wurde. Geldmangel hatte ihn bereitsdazu genöthigt (1467) sich mit den Standen der Altmark zuvertragen, daß ihm deren Hintersassen auf sechs Jahre vonjeder Tonne Bier einen stendalschen Schilling Ziese gebensollten, wogegen er den Standen für diese Zeit die Landbedeund den Hufcnschoß erließ. Dies ist die erste Erwähnung derZiese, später Accise, welche wir in unfern Landern finden.

In Städten war sie früher schon unter dem Namen Ungeldbekannt. Diese unglücklichen Ereignisse, verbunden mit demSchmerze über den Verlust seines einzigen Sohnes, dann zu-nehmende Kränklichkeit ließen die Sehnsucht nach Ruhebei dem Kurfürsten überhandnchmen und bewogen ihn dieRegierung an seinen Bruder Albrccht abzutrcten. Er be-hielt sich jährlich nur sechstausend Goldguldcn aus den Ein-