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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
Entstehung
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Buch 1!. Uchtes Hauptstück.

simirs Seite sehr billige Bedingungen enthielt, so drückenddiese für den Orden waren, der sich nun fugen musste. So19. Oct. wurde der Friede zu Thvrn abgeschlossen, das Land Kulm,1466 Michelau und Pomercllen mit den Städten Danzig, Thorn,Elbing, Marienburg, den Bisthümcrn Kulm und Ermelandan Polen abgetreten, das Samländische und Pomesanischeblieb dem Orden. Wegen des übrigen Theils von Prcussenhuldigte dem Könige der Hochmeister, welcher polnischer Fürstwurde, wahrend die Komthure in den Rath des Königs aus-genommen wurden; die innere Verfassung des Ordens bliebwie früher, ausser daß die Halste der neu aufzunehmendcnOrdensbrüder Polen sein mussten. Die Einwohner des Lan-des behielten ihre Rechte, doch ohne eigenmächtige Versamm-lung, weil der Hochmeister allein das Recht hatte die Land-tage einzubcrufen, auf welchen die Stände die neu aufzulegen-dcn Steuern bewilligten. Der Hochmeister regierte das Landwie andere Lchnfürstcn, nur ohne Recht des Krieges und Friedensund der Bündnisse, indem der Orden verpflichtet war dem Kö-nige von Polen im Kriege gegen jeden Feind Beistand zu leisten.

Als nun der Hochmeister nach Thorn ging den Friedenzu beschwören, verschlossen die Braunsberger vor ihm ihreThorc, nur seine Wagen liessen sie durch die Stadt, er selbstmusste neben derselben durch die Passarge reiten. Er beugtedas Knie vor dem Könige in Thorn. Kasimir hob ihn so-gleich auf und weinte. Beide beschworen knieend den Frie-den, und bewegt durch des Hochmeisters Armuth beschenkteihn der König mit Rossen, Mardcrpelzen, Silbergeräth undfunfzchntauscnd Gulden, um die Söldner bezahlen und ent-lassen zu können.

Nun waren die ehemaligen preussischen Ordenslande inzwei Theile gespalten: dem östlichen stand der Hochmeister alspolnischer Vasall vor; der westliche bildete, dem großen Frei-briefe gemäß, den der nun aufgelöste Bund bei seiner Unter-werfung erhalten hatte, ein gewissermaßen abgesondertes, mitPolen mehr verbündetes als demselben einverleibtes Land.Beide Theile waren so wenig mit dem thorncr Frieden ver-gnügt als die Polen: diese hatten nach ihrer Meinung nichtgenug gewonnen; der Orden dagegen musste fühlen, wie viel