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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
Entstehung
Seite
173
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Die Hohcnzollcrn in d. Mark Brandenburg. 1/3

ihre Freiheiten, Rechte und Gewohnheiten, begnadigte die ade-ligen Empörer, welche sich unterwarfen und die ihnen verpfän-deten Festen und Städte abtraten. Erst am 18. April des 18. AprilJahrs 1417 erhielt der Kurfürst die feierliche Belehnung vom 1417Kaiser, ohne daß jenes Vorbehalts des Wiedcrablösungs-Nechts gedacht wurde. Seitdem herrschen die Hohcnzollcrnals Kurfürsten in Brandenburg.

Es hatte nun zwar Friedrich I. die Mark Brandenburgnur in der Ausdehnung erhalten, in welcher Sigismund siczuletzt besessen hatte, nämlich die Altmark, Mittelmark, dasLand Stcrnberg und einen Thcil der Uckermark; allein wirwerden sehen, wie sehr bemühet er war seine Herrschaft überalle ehemals zu den Marken gehörigen Lander auszubreiten,sobald sich nur eine Gelegenheit darbot, die dem nie fehlt,der sie herbeizuführcn oder zu benutzen versteht. Zu glei-cher Zeit begannen die hussitischen Unruhen Deutschland zubewegen.

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Siebentes Hauptstück.

Untergang des Hauses Luxemburg. Die beiden erstenhohenzollerschcn Kurfürsten von Brandenburg.

Äusscr Paris wurden die Angelegenheiten einer Reform derKirche nirgends lebhafter verhandelt als in Prag. Die hiervom Kaiser Karl gestiftete und freigebig ausgestattcte Univer-sität hatte, bei dem damaligen Mangel an den so nvthigenhöheren Bildungsanstaltcn in Deutschland und durch denRuhm vieler Lehrer, bald ein großes Ansehn erhalten undwurde der Mittelpunct wissenschaftlicher Thatigkeit nicht nurfür Böhmen, sondern auch für die benachbarten Länder, ausdenen gegen fünftausend Jünglinge, größtentheils Deutsche,besonders viele Schlesier und Brandenburger, hier studierten.Auch Wenzel zeigte sich der Universität geneigt und gab ihr,