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Buch H. Viertes Hauptstück.
gen die Landes-Geistlichkeit einer weit großem Macht bedienteals vielleicht irgend ein Landcsfürst der damaligen Zeit, daßer mit den Bischöfen in die heftigsten Streitigkeiten verwickeltund öfters mit dem päpstlichen Banne belegt wurde, daß alsoauch die Geistlichen demselben abgeneigt und keine Stütze fürihn sein mochten, so wird man begreifen, daß Elemente genugvorhanden waren, um die Macht des Ordens zu erschüttern.Es würden sich aus diesen Verhältnissen zwischen dem Ordenund dem Lande vielleicht später erst Gefahren entwickelt haben,allein zunächst entsprangen diese aus dem Verhältnisse zu Po-len und Litthauen.
Viertes Hauptstück.
Vereinigung Polens und Litthauens. Verfall des Or-dens bis zum thorner Frieden
^2eit dem elften Jahrhunderte treten in der Geschichte die Lit-thaucr an der Wilia auf. Sie sollen früher den Russen zins-bar gewesen sein und sich, als deren Reich unter den Söhnendes Jaroslav durch Thcilungen geschwächt wurde, in Freiheitgesetzt haben. Sie gehorchten vielen Häuptlingen oder Für-sten, bis im dreizehnten Jahrhunderte ein Großfürst an derenSpitze trat. Seitdem entwickelte dieses heidnische Volk eineungemeine Kraft, Kühnheit und Ausdauer in seinen Kämpfengegen Russen, Polen und den Orden in Prcusscn. Scho-nungslose Verheerungen und die furchtbarsten Grausamkeitenbezeichnten ihre häufigen Raubzüge. Tausende von Familienwurden in die Knechtschaft geschleppt, und tief in Prcusscn,Polen und Rußland ließen sie Spuren ihrer Wuth zurück.Ihre Großfürsten, kriegerisch wie sic, dabei listig, treulos undunternehmend zugleich, nützten jeden Vortheil, der sich ihnendarbot. Seit dem Ende des dreizehnten Jahrhunderts, beson-ders unter dem Großfürsten Witcn, dem Ahnherrn der Jagcl-