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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
Entstehung
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Buch II Drittes Hauptstück.

sagte: er wäre ja ihr Hochmeister und müsste ihnen also vor-stehen, als er vor dem lieben Gott am jüngsten Gerichte ver-antworten könne. Wollten sie ihm nicht folgen, so würde erbei solchem Ungehorsame lieber Amt, Sorge, Mühe und Ge-fahr einem Andern gönnen. Er kehrte nach Deutschland zu-rück, setzte den bisherigen Landmeister von Preusscn ab undeinen andern ein. Nun spaltete sich der Orden förmlich. DieBrüder in Preusscn wählten einen neuen Hochmeister, Sig-fried von Feuchtwangen, der in Venedig seinen Sitz nahm1309 und erst nach Hohenlohes Tode allgemein anerkannt wurde,nun auch selbst nach Preusscn zog und in Maricnburg blieb,seit 1311 Sein Nachfolger, Karl Beffart von Trier, erbitterte durch dieStrenge, mit welcher er Misbräuche abzustellen suchte, vieleRitter so sehr, daß sic ihn nach wenigen Jahren in einemCapitel zwangen sein Amt niederzulcgen und Preusscn zu ver-lassen, wohin er auch, nachher wieder gewählt, nicht zurück-stit 1324 kehren wollte. Gegen den Hochmeister Werner von Orselen wa-ren, als er sich für den gebannten Kaiser Ludwig IV. erklärte, nichtnur der Papst, sondern auch, angeregt durch diesen, die Po-len und Litthaucr. Mit großer Anstrengung und Schärfe suchteer die Brüder zu den alten Regeln des Ordens, dem from-men Wandel, der Armuth und Entsagung zurückzuführen, undder Mordstahl eines von ihm wegen schlechten Wandels öfters1330 getadelten Ritters endete sein Leben.

Es war ganz natürlich, ging der Orden mit dem Geisteder Zeit fort, so musste er sinken, wo nicht, so siel er. WelcheLeckerbissen sah man nicht auf der Tafel des Hochmeisters ei-nes ritterlichen Mönchsordens! Koriander-, Kancl- und Cu-beben-Consecte, Datteln, Rosinen, Mandeln, englischen Käse,italische, ungarische und Rhein-Weine, von diesen allein jährlichfür 400 Ducaten; Fiedler, Pfeifer, Lautcnschläger und Sän-ger aus Schweden, Bremen, Prag, Mailand, Burgund undSchwaben. Wie viele Länder dienten nicht den Genüssen desFürsten! Dergleichen war auch in Städten bei reichen Han-delsleuten nicht fremd; cs ist eben kein Vorwurf für den Mei-ster, aber es zeigte sich doch, daß die Zeiten sich geändert hatten.Wenn er oder seine Abgeordneten von Königen und Fürsten fest-lich ausgenommen, bewirthct und beschenkt wurden, was wollte