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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Blich H Zweites Hauptstück.

damit diese entschieden, ob er der wahre Waldemar sei odernicht; würden aber Waldemar oder die Reichsfürsten nicht er-scheinen, so solle Ludwig sofort sein Recht behauptet haben.Allein ohne das abzuwarten, ohne den Waldemar und dieFürsten, welche sich für ihn verbürgt hatten, vorher zu Horen,zufrieden damit, daß mehrere Fürsten bereit waren eher zuschwören, dieser sei nicht der wahre als er sei es, belehnteKarl bereits am folgenden Tage den Markgrafen Ludwigund dessen Brüder, Ludwig den Römer und Otto, mit derMark Brandenburg und der Lausitz, wogegen die Baicrn zuGunsten Karls auf alle Ansprüche an die Ober-Lausitz vcr-6. April züchteten. Nun saß zwar Karl in Nürnberg zu Gericht über

1350 Waldemar, dieser aber erschien natürlich nicht, da übpr ihnbereits so unrechtmäßig und formlos abgcurtclt und sein Landvergeben worden war'). Karl erklärte auf den Spruch meh-rerer Fürsten, der angebliche Waldemar sei nicht der rechteWaldemar, Markgraf Konrads Sohn, und wies jetzt alle Be-wohner der Marken an Ludwig, der durch Abtretung einesLandstrichs auch den Herzog Barnim von Pommern-Stettinfür sich gewonnen hatte.

Die Städte des Landes verließen den als rechtmäßig vonihnen anerkannten Herrn nicht so leichtsinnig und treulos als

April Karl IV. Es hatten sich bereits früher neun und zwanzig

1349 per ersten märkischen Städte vereinigt, bei Waldemar undnach seinem Lode bei den Fürsten von Anhalt zu bleiben;

18. April noch jetzt baten fünfzehn Städte, unter ihnen Berlin und

1350 Brandenburg, den König, er möge sie nach Waldemars Todebei den Herzogen von Sachsen und den Fürsten von Anhaltlassen, an welche er sie durch mündliche und schriftliche Be-fehle gewiesen und denen sie als ihren Erbherren gehuldigthätten, allein der Kaiser wiederholte seine letzteren Befehle.

1350 Kämpfen schlossen die Herzoge von Meklenburg,

1351 ^ Erzbischof von Magdeburg, endlich die Fürsten von

1354 Frieden. Die Städte ergaben sich nach und nach

und erhielten Sühnbriefe, zuletzt Brandenburg und Görzke,

1) Dieses darf nicht übersehen werden, um zu einem richtigem Ur-theile über Waldemar zu kommen, dessen Geschichte ich dereinst be-sonders behandeln werde.