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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Das Haus Luxemburg.

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einen Betrüger und vertheidigte Frankfurt mit Hülfe derBürger tapfer. Karl musste von der Belagerung «blassen,und nun brachte es die baierische Partei dahin, daß GrafGünther von Schwarzburg in Frankfurt am Main zum Ge-ZO-Jan.genköm'ge gewählt wurde. Dieser muthigc Mann unternahm, 13-19was Markgraf Ludwig selbst nicht wagte, doch fehlte ihmGeld, um sich behaupten zu können bei der Feilheit der deut-schen Fürsten.

So gelang es dem schlauen Karl bald mehrere Anhän-ger des Gegenkönigs, sogar dessen Vettern, die Grafen vonSchwarzburg, besonders aber die Hauptstütze der Baiern, denPsalzgrafen Rudolf zu gewinnen, mit dessen einziger Tochtersich Karl vermahlte. Nun sah Günther keine Möglichkeit mehr, 19. Märzsich behaupten zu können; auch die Baiern verloren den 1349Muth. Günther war schon krank, als ihm Karl cntgegen-rücktc, er vertrug sich und seine Partei mit diesem, entsagte 26. Malder Krone für eine Geldsumme und starb bald darauf. Mark- 1349graf Ludwig lieferte die Reichskleinodien an Karl aus, diesergestand ihm die Nechtmäßigkeit des Besitzes der Mark Bran-denburg zu, ließ sich selbst förmlich noch einmal wählen undkrönen, und war seitdem als rechtmäßiger römischer König undbald als Kaiser allgemein anerkannt.

Nun stand der völligen Aussöhnung allein noch derMarkgraf Waldemar im Wege. Karl, der, wenn es daraufankam Kriege zu beenden, nicht sehr in der Wahl der Mittelschwankte, war sogleich bereit den aufzuopfcrn, dessen er sichbisher angenommen hatte; um so mehr als der König vonDänemark für Ludwig in die Mark eingcbrochen war, undWaldemar den König Magnus von Schweden zum Schieds-richter erkoren hatte. Karl suchte sein Verfahren dadurch zurechtfertigen, daß er die Schuld der Anerkennung Waldemarsauf die Fürsten warf, welche sich für dessen Echtheit erklärthatten. Er verglich sich mit dem baierischcn Hause, dem Aus-spruche des Pfalzgrafcn Rudolf gemäß, folgendermaßen: Da IS. Febr.viele Fürsten und Herren eher schwören wollten, daß der vor-1350geblichc Markgraf Waldemar nicht der wahre Waldemar alsdaß er es sei, so solle Karl den Markgrafen Waldemar unddie Reichsfürsten auf den 5. April nach Nürnberg sodcrn,