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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Das Haus Luxemburg.

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welche standhaft ausgehalten hatten, bis sie Waldemar selbst 1355der ihm geleisteten Huldigung entband, an das Haus Baiernwies und sich nach Dessau zurückzog, wo er bis an seinenTod fürstlich gehalten und, als er starb, bestattet wurde ').

Noch vor Beendigung dieser Unruhen hatte Ludwig derBrandenburger mit seinem Bruder Stephan das HerzogthumBaiern (1349) gethcilt, und (1351) die Marken seinen Brü-dern, Ludwig dem Römer (weil er in Rom geboren war) undOtto, gegeben. Ludwig der Römer, ein tapferer und klugerFürst, hatte zugleich als Vormund des unmündigen Otto, allein die endliche Beruhigung der Mark bewirkt. Mit großenOpfern hatte er sie erkaufen, bedeutende Landcsstückc den be-nachbarten Fürsten abtreten oder als Pfandschaft überlassenmüssen, viele Einkünfte und Güter waren an die trcugcblic-bcncn Städte, vorzüglich an Frankfurt, andere dem Adel, be-sonders den Schulenburgcn und Knescbccken, verliehen worden,weil sie dem Hause Baiern in dessen höchster Noth Beistandgeleistet hatten. Es bleibt immer merkwürdig, daß nicht nurmehrere Städte und Adelige dem gebannten baierischen Hausetreu blieben, sondern daß selbst dis Übrigen die noch mehr-! mals wiederholten Bannbullen des Papstes Clemens VI. ge-gen Ludwig den Brandenburger ganz unbeachtet liessen, dadieser erst nach vielen Jahren (1359) Absolution erhielt.

Wahrend dieser Unruhen war auch Karl IV. glücklichund geschickt genug gewesen, den Herzog Bolko von Schweid-nitz und Jauer, den letzten freien Fürsten in Schlesien, zu ge-winnen. Waffen schreckten den Herzog nicht, der Gewaltsetzte er Tapferkeit entgegen. Karl überwand ihn, wie erpflegte, durch Unterhandlungen. Bolko hatte keine Kinder;der Vorschlag, seines Bruders Tochter an den Sohn des Kö-nigs zu verheirathcn, fand Eingang, doch starb der Prinz.

Karl, der kurz vorher den Pfalzgrafen Rudolf von der baieri-schen Partei abgezogen hatte, indem er dessen Tochter heira-thete, war sogleich nach deren frühem Tode bereit sich selbst 1352

1) Dieses ist der wahre, aus Urkunden geschöpfte Hergang der Ge-schichte des sogenannten falsche» Waldemar, über den ich Nichts entschei-den will, aber sagen muß, daß die brandenburgischen Geschichtschreiber,selbst Gercken, sich parteiisch zeigen.