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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Das Haus Luxemburg.

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und eingeladcn und aufgefvdcrt vom Papste wählten am 11.

Julius des folgenden Jahrs zu Rcnse die versammelten Kur-1346fürsten von Mainz, Trier, Köln, Sachsen und Böhmen denMarkgrafen Karl zum römischen Könige.

Der Tod seines Vaters gab ihm den böhmischen Thronund besreiete ihn bald darauf von seinem tapfern Gegner, H. Oct.dem Kaiser Ludwig; doch blieb die Feindschaft zwischen den 4347Hausern Luxemburg und Baiern. Die baierische Partei inDeutschland wendete alle Mühe an, Karl IV. durch Wahleinen König entgcgcnzusetzcn, doch vereitelte Karl anfänglichihre Bemühungen, indem er Verhandlungen und Geld zurrechten Zeit anwendete. Alle Versuche zur Aussöhnung wa-ren vergeblich. Karl suchte natürlich seinem Gegner zu scha-den wo er konnte, belehnte den Herzog Rudolf von Sachsen Novbr.mit der Altmark und bald fand er Gelegenheit, die Baiern 4347in der Mark Brandenburg erfolgreich zu bedrängen.

Wenn die Bewohner der Mark die Ruhe und Ordnungin ihrem Lande, den Glanz der Macht und des immer höhergestiegenen Ansehns ihrer Fürsten aus dem anhaltischen Hause,vorzüglich unter Waldemar, mit ihrem Schicksale unter Lud-wig von Baiern verglichen, so fanden sie jetzt die Grenzenverheert, das Land zerstückelt, verpfändet, eine Beute der raub-gierigen Nachbaren, den Handel gestört, den Bürger und denBauer gedrückt durch die Räubereien des gewaltig cmporstre-benden Adels, der, ungebändigt von der Hand des Fürsten,nun freien Weg hatte; der Markgraf Ludwig, ein Fremder,Süddeutscher, ohnehin oft abwesend, nun noch (seit 1347)

Herzog von Baiern, ein stolzer Herr, der den Bewohnern derMark unfreundlich begegnete und ungern unter denen war,die ihn nicht liebten und deren Herz er nicht zu gewinnenverstand. Wenn nun ohnehin schon die Erinnerung das Ver-gangene gern in einem freundlichem Lichte als die Gegenwarterscheinen lässt, wer möchte sich wundern, daß die Märker anihren wirklich glücklichem Zustand unter den anhaltischen Mark-grafen mit crhöheter Sehnsucht dachten? Wie mochten sie,dem Untergange nahe, nicht gern den Strohhalm erhaschen,der ihnen Rettung zu bieten schien? Als sich daher nach und 1347nach ein dumpfes Gerücht verbreitete, Markgraf Waldemar