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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
Entstehung
Seite
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Frankreich und dem Papste über die offenbare UngerechtigkeitLudwigs und über dessen Eingriff in die Rechte der Kirche.

Alle Anstrengungen der Papste dem Kaiser die Krone zu rau-ben waren bisher vergeblich gewesen, ihr Bann und Jntcr-dict blieb unbeachtet, ihre Flüche scheiterten an der Liebe und j

Treue der Deutschen, und kein Fürst wollte als offener Geg- !

ncr des Kaisers austreten; wer cs wagte, den schlug Ludwigs !

tapfere Hand. Allein jetzt wendete Ludwigs unkluges Der- ^

fahren die Gcmüthcr des Volks von sich ab, nun erst wurde >

er als ein wahrer und unheilbarer Ketzer angesehen. Das !

Haus Luxemburg begann mit List und Gewalt seinen Kampf,an dieses schlossen sich alle heimliche und öffentliche FeindeBaierns und klagten über den Verfall des Reichs durch Lud-wig. Papst Clemens VI. war ehemals Lehrer des MarkgrafenKarl gewesen und durfte auf dessen Fügsamkeit rechnen. Karlsollte den kaiserlichen Thron besteigen, von Frankreich konnteer Hülfe hoffen, denn seiner Schwester Gemahl war KönigPhilipps ältester Sohn. Aber Eduard von England hielt Frank-reich im Schach, Kaiser Ludwig, sein Sohn, der Markgrafvon Brandenburg, die Könige Ludwig von Ungarn und Ka-simir von Polen, der Herzog Friedrich von Österreich und der i

1345 Markgraf Friedrich von Meissen vereinigten sich gegen König I

Johann, als dieser eben vor Schweidnitz lag, um den letzten !

freien Fürsten Schlesiens zu bezwingen. Rings von Feindenumgeben, sprach unerschrocken Johann, der blinde König von !

Böhmen: Wohl! je mehr Feinde, desto mehr Beute; den Er- I

sten der mich anfallt will ich so Niederschlagen, daß die Übri-gen erschrecken sollen. Den König Kasimir traf das. Er hatteden Herzog Nicolaus von Troppau angegriffen. Johann eiltediesem zu helfen; sein Statthalter Mährens, Zdenko von Lippa,hatte die Polen schon geschlagen und bis Krakau verfolgt. Jo-hann belagerte die Stadt und verheerte die Umgegend fürch- jtcrlich. Kasimir schloß Frieden; ebenso die übrigen Verbün-deten. Der Bund war gesprengt, der Kaiser behielt Tyrol,indem er die Ober-Lausitz auf ewig an Böhmen abtrat undzwanzigtausend Mark zahlte. Nicht lange dauerte der Friede.

Eine Bulle des heiligen Vaters erneuerte den Bannfluchgegen Ludwig mit den furchtbarsten Verwünschungen der Hölle,