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Das Haus Luxemburg.
vereinigt hatte, nach und nach aufgelöst worden und verwan-delte sich in heftige Feindschaft. Es mag sein, daß Ludwigdem Könige Hoffnung auf Brandenburg gemacht hatte, daser dann seinem Sohne gab. Vergessen mochte es auch nichtsein, daß der Markgraf Friedrich von Meissen Johanns ihmverlobte Tochter heimgefchickt und die Tochter des Kaisers gc-hcirathet hatte. Suchten nun Beide, Johann wie Ludwig,ihre Erbstaaten auf jede schickliche und unschickliche Weise zuvergrößern und ihren Söhnen Lander zu erwerben, so musstedie Eifersucht bald zur Hellen Flamme aufschlagcn.
König Johann hatte seinen Sohn gleiches Namens, einenKnaben von fünf Jahren, mit Margaretha, der Erb-TochterHeinrichs von Kärnthen und Tyrol, verlobt und ihm die Nach-1327^ folge in diesen Landern zusichern lassen. Er selbst suchte vonTyrol aus seine Herrschaft in Ober-Italien zu gründen, wasihm anfänglich sehr gut gelang. Als nun Heinrich von Kärn-thcn starb, so verlieh der Kaiser, dem die böhmische Macht zu 1335gefährlich wurde, das Hcrzogthum an das Haus Österreich, wor-auf Johann zu den Waffen griff, doch dem tapfern LudwigNichts abgewinncn konnte, auf Kärnthen verzichten und sichfür seinen Sohn mit Tyrol begnügen musste. Aber auch die-ses suchte ihm Ludwig zu entziehen. Es war für ihn derSchlüssel zu Italien. Dazu hatte er nun nach dem Absterbcnseiner Vettern ganz Baiern vereinigt und fürchtete den aufbeiden Augen erblindeten König Johann nicht.
Margaretha Maultasch von Tyrol, ein wollüstiges Weib,fand nicht hinreichende Befriedigung ihrer Begierden bei demPrinzen Johann, sie wendete sich an den Kaiser, dessen Sohn,Markgraf Ludwig von Brandenburg, eben Wittwer geworden 1541war. Ohne Rücksicht aus Anstand und herkömmliche Sitteschied sic, aus eigener Machtvollkommenheit der Kaiser vonihrem Gcmahlc, dispensirte sie wegen zu naher Verwandtschaftmit seinem Sohne, ließ sic mit diesem vermählen und bemäch-tigte sich Tyrols. Ein solches Benehmen hätte wohl einensanftem Mann in den Harnisch gebracht, wie vielmehr denKönig Johann. Er ernannte vor den versammelten Großendes Reichs seinen Sohn Karl, Markgrafen von Mähren, zuseinem Nachfolger, klagte laut, besonders vor dem Könige von
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