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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
Entstehung
Seite
107
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sowohl durch Tapferkeit als besonders auch durch enge Verbin-dung mit dem Hause Luxemburg behauptet. Solange alsBeider Vortheilc nebeneinander bestehen konnten, dauerte auchdas eigennützige gute Vernehmen; kaum aber glaubte Ludwigfcstzustchcn und der Luxemburger entbehren zu können, als gc-! gcnseitige Eisersucht erwachte und die Gier nach Landern beideTheile in Krieg mit einander verwickelte. Diese beiden Fa-I! milien erschütterten jetzt Deutschland, sie waren die Mittel-i puncte, um welche sich die Ereignisse einer Reihe von Jahren- dreheten, die nicht minder entscheidenden Einfluß auf unsere? Lander wie auf Deutschland überhaupt hatten.

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s Zweites Hauptstück.

Das Haus Luxemburg.

-Nicht leicht finden wir bei regierenden Häusern eine so großeVerschiedenheit und scharfe Abstufung der Generationen alsm dem Hause Luxemburg, seitdem es in die höheren Kreiseder Geschichte tritt."

Heinrich VII., als römischer Kaiser und König, war so got-tesfürchtig und so tapfer, so großmüthig im Belohnen wie ge-recht und strenge im Bestrafen, so hochherzig voll von der er-habenen Würde wie von den Pflichten eines höchsten Haup-tes der abendländischen Christenheit. Er verträgt es nicht, daßdie Sendboten der Stadt Strasburg ihm den Gruß ihrer Her-Z rcn (des Stadtraths) entbieten; er hört sie nicht an, bis seineP Bürger und Diener von Strasburg zu ihm schicken, und dannr ist er leutselig und herablassend wie überall. Er ist der Letzte! mit dem Geiste der alten Kaiser des Mittelalters, wie ein Karl,

! die Ottoncn, die Friedriche.

^ Das alte Fürstenhaus von Böhmen war (1306) in seinemMannesstamme erloschen. Herzog Heinrich von Kärnthen, derSchwestermann des letzten Königs, nahin den Thron ein. Er