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Buch 11. Erstes Hauptstück.
des Landes Lebus zur Vertheidigung der Freiheit und des Va-terlandes auf und versprach Ersatz alles Schadens, den sie da-bei leiden würden. Dennoch drangen die Horden des KönigsWladislaus, Polen, Litthaucr, Russen, Walachcn in die Mar-ken ein und verheerten bis gegen Brandenburg hin das flacheLand auf die furchtbarste Art. Weder Kirchen noch Klöster,Mönche oder Nonnen, Greise oder Kinder und Weiber wurdenverschont von der viehischen Wuth dieser Halb-Wilden, gegenzweihundert Dörfer in Asche gelegt, über sechstausend Männergefangen in Leibeigenschaft sortgeschlcppt. Doch konnte sichWladsslaus nicht behaupten. Die Bürgerschaften der StädteFrankfurt und Brandenburg leisteten tapfcrn Widerstand undverfolgten die zerstreuten Schaaren der Feinde bis an die pol-nische Grenze, worauf Wladislaus bald Frieden mit dem Mark-grafen schloß. Länger und hartnäckiger dauerte der Krieg mitden Herzogen von Pommern, und es war ein Glück für Lud-1325 wig, daß nach dem Aussterben des rügcnschen Fürstenhausesdie Herzoge von Vor-Pommern sich in Rügen nur mit denWaffen gegen die Fürsten von Meklenburg behaupten konn-ten, welche von Dänemark mit diesem Lande belehnt wordenwaren. Dennoch wurde Ludwig von dem tapfcrn Barnim vonStettin geschlagen, musste nach vicljährigcr unglücklicher1332 Fehde der Lehnsherrschaft über die Herzoge von Pommern ent-rind sagen, sich mit Zusicherung des Anfalls nach dem Aussterbcn1338 dieses Fürstenhauses begnügen und sechstausend Mark Silbersfür die Uckermark zahlen, welche er zurückerhiclt. Die Altmarkwollte der Erzbischof Heinrich von Magdeburg nach dem Todeder Markgräsin Agnes als erledigtes Lehen einziehen, doch Her-zog Otto, ihr Gemahl, behauptete sie mit Waffengewalt. Mark-1336 graf Ludwig erhielt vom Erzbischöfe die Belehnung darüber fürsechstausend Mark Silbers und Abtretung mehrerer Städte undSchlösser und erkannte des Hochstifts Lchnshoheit auch übereinen Theil der Mittelmark, über Lebus und die (Nieder-) Lausitzan. Ausser diesen für die Mark so nachtheiligcn Fehden wurdeMarkgraf Ludwig, zum großen Schaden des Landes, auch indie langwierigen Händel seines Vaters mit den Päpsten unddem Hause Luxemburg gezogen.
Kaiser Ludwig hatte sich gegen seine zahlreichen Feinde