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Buck) !I. Zweites Hauptstück.
wollte, um sich zu sichern, Elisabeth, die jüngere Schwesterseiner Gemahlin, zwingen einen seiner Unterthancn zu Heini-then. Die stolze Fürstentvchter weigerte sich, wurde gefangen
1309 gesetzt und flüchtete. Sie bot dem zwölfjährigen Sohne KaiserFriedrichs ihre Hand; die unzufriedenen Böhmen trugen ihm !
1310 die Krone an und der Kaiser belehnte ihn mit Böhmen. Drei-zehn Jahre alt ist Johann, Gemahl der Elisabeth; vierzehn!Jahre alt vertreibt er seinen Schwager aus Böhmen und nimmtden Thron ein; sechszehn Jahre alt ist er Vater eines Sohnes.Ein rauher, unermüdlicher und doch auch verschlagener Krie-ger, der die eine Seite des Mittelalters so scharf bezeichnet, >wie sein Vater die andere. Dem Bischöfe von Breslau, demhartnäckigen Ranker, nimmt er das Schloß Militsch, die Grenz-fcste Schlesiens gegen Polen, mit Gewalt, als dieser sie nicht
1339 freiwillig geben will. Der kühne Bischof tritt im hohen Kir-chen-Ornate vor den König in Breslau, sodcrt ungestüm seinEigenthum vergeblich zurück und belegt ihn feierlich mit dem 'Kirchenbanne, die Stadt Breslau mit dem Jntcrdicte. DerKönig erwidert gefasst: „der hat Lust ein Märtyrer zu werden,wenn ihn einer dazu machen wollte", bemächtigt sich aller Kir-chcngütcr und achtet den Bann so wenig als die Breslauerdas Jnterdict. Immer unruhig und voll Kampfbegier stürzter sich aus einem Kriege in den andern, eilt von Schlacht zuSchlacht nach Ostreich und Italien, Ungarn und Frankreich,Baiern, Polen und Preussen. Mit List und Gewalt dehnt erdie Grenzen seines Reichs aus; selbst erblindet führt er sein Heernoch gegen die wilden Litthaucr, zuletzt, den Franzosen zu hcl-
1346 fen, gegen die Engländer (1346) in die fürchterliche Schlachtbei Crecy. Als sie beginnt, will man ihn fortbringen: „ichbin gekommen, um auch einen Schlag zu thun," sagt er und !lässt sein Roß an die seiner Ritter binden. Wie die Franzo- !sen weichen: „bringt mich in das dickste Gewühl," ruft er, „mansoll nicht sagen, König Johann habe sich durch die Flucht ge-rettet, ich will siegen oder sterben; sorgt für meinen Sohn!"So erliegt der ungestüme Held kämpfend mitten unter seinenGefährten, zwölfhundert Ritter, drcissigtausend Franzosen ne- jden ihm bedecken das Schlachtfeld. Die Künste und Genüsse !des Friedens waren ihm unbekannt. Er verpfändete Städte