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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Brandenburgs Zerrüttung,

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schwelg erhielt die Altmark, als Witthum der Wittwe des Mark-grafen Waldemar auf deren Lebenszeit, sein Bruder, HerzogMagnus, wurde als Gemahl der Schwester des letzten Mark-grafen Heinrich von Brandenburg vom Kaiser mit Landsberg,Sangerhausen und der Pfalz Sachsen, König Johann mitBautzen belehnt. Die glogaucr Herzoge behaupteten Krossen,Sagan, Schwiebus, Heinrich von Jaucr Görlitz, die Herzogevon Pommern und König Wladiflaus von Polen, was inHinter-Pommern den Markgrafen von Brandenburg gehörthatte. Hartnäckig weigerten sich die Herzoge von Pommerndie Uckermark herauszugcben, noch mehr, Vasallen des Mark-grafen von Brandenburg zu sein, und verbanden sich mit demKönige Wladiflaus dem Kleinen von Polen. Dieser Fürst vonSendomir, Lublin und Siradz war nach sehr wechselvollenSchicksalen so glücklich gewesen, nach dem Tode der KönigeWenzel IV. und V. von Böhmen (1305 und 1300) Groß- und 1305Klein-Polen zu vereinigen. Er hatte sich (1320) feierlich zum 1320Könige ausrufen und krönen lassen und rüstete sich jetzt, auf-gefodert vom Papste Johann XXII., Brandenburg anzugreifen.

Der ebenso schlaue als kräftige Papst war weit weniger be-dacht ein guter Hirte seiner Heerde zu sein, als auf die un-würdigste Weise Schätze zu häufen und seine Macht über dasrömische Reich weiter auszudehncn als irgend einer seiner Vor-fahren. Ging er doch so weit, König Philipp dem Langen vonFrankreich förmlich zu verweisen, daß dieser während der Messemit seinen Umgebungen spreche und nicht gehörig auf die Ge-bete achte; dann wollte er sich sogar der Neichsverwesung überItalien und Deutschland während des Kronstreites zwischenFriedrich und Ludwig anmaßen. Er nahm die höchsten kai-serlichen Gerechtsame in Anspruch, erkannte Ludwig nicht alsrömischen König an und belegte ihn mit dem Banne, weil er Marzohne päpstliche Genehmigung die königliche Würde angenom-1324men und seinem Sohne Brandenburg verliehen habe. So-lange er lebte, wendete er Alles an, um den ihm verhasstenKönig vom Throne zu stoßen und dessen Sohne die Mark zuentreißen.

Der Markgraf rief in einem offenen Schreiben die Bür-1324gerschaftcn von Frankfurt und Müncheberg und die Vasallen