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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Buch I. Achtes Hauptstück.

schastli'che Bildung dieses Zeitraums war allerdings, wieüberall, auch hier nur im Besitze der Geistlichen und für die-selben vorhanden. Sie mussten doch wenigstens schreiben,lesen und etwas Lateinisch lernen, sowohl des Gottesdiensteswegen, als um die Kirchengcsetze verstehen, auch Urkunden ingeistlichen und weltlichen Angelegenheiten ausfcrtigcn zu kön-nen, zu denen man sich damals fast ausschliesslich noch derlateinischen und selten der Muttersprache bediente. Für dennöthigcn Unterricht wurde in den wie cs scheint nicht sehrzahlreichen Klostcrschulcn, besonders aber bei den Hochstifternin den sogenannten Domschulcn unter dem Scholasticus 'ge-sorgt. Ausser der Geistlichkeit waren es zunächst die Bürgerder Städte, welche ein Bedürfniß, wenigstens nach erstenKenntnissen, so lebhaft empfanden, daß sie mit Erlaubniß derBischöfe eigene Schulen stifteten und zwar in unseren Lan-dern so früh als nur irgendwo, zuerst in Breslau (1267)die Maria-Magdalcnen-, dann (1293) die Elisabeth-Schule.Diesem Beispiele folgten noch in demselben JahrhunderteBricg, Grottkau und Licgnitz.

Die Schulmeister wurden von dem Orts-Pfarrer unddem Magistrate gewählt und standen unter der obern Auf-sicht des Domscholasticus. Wahrscheinlich waren bei uns dieGegenstände des Unterrichts in den Schulen dieselben wieüberall im Mittelalter, sodaß in den Trivialschulen das Tri-vium, Grammatik, Rhetorik und Logik, in den höheren Lehr-anstalten das Quadrivium, Arithmetik, Geometrie, Astronomieund Musik getrieben wurden; soviel ist gewiß, daß in denniederen Schulen das Lesen, die nothwendigstcn Gebete, Sin-gen und die Anfangsgründe im Lateinischen gelehrt wurden,und die höhere Ausbildung der Dvmschule Vorbehalten blieb.

Im breslauer Sprengel war vom Bischöfe besonders un-tersagt worden ausserhalb der Domschule über die Sprach-lehre des Donat hinauszugehn. Dieses Verbot hob (1309)Bischof Heinrich für die liegnitzische Schule auf, indem erdiese bei der starken Vermehrung der Schüler zu einer ge-lehrten Schule erhob und Professoren zum Unterrichte an-stcllte. Diese Bemühungen haben doch auch Früchte getragen,und in den slavisch-deutschen Ländern war gewiß bis zum