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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Übersicht der inneren Verhältnisse.

für sorgten, so wenig als möglich in die Hände der Geist-lichkeit kommen zu lassen.

Durch die oft ungcmcssene Vergabung von Gütern, Vor-rechten und Freiheiten aller Art an die Geistlichkeit wurdendie Fürsten arm, und zwischen ihnen und den Geistlichen,dann zwischen den Landcsbischöfen und den Klöstern, sowieunter diesen in den verschiedenen Orden entstanden unzähligeStreitigkeiten, langwierige Processe über Zehnten, Stolgc-bühren und Parochialrechte, besonders als im dreizehnten Jahr-hundert die Bcttclmönche auskamen und mit Argwohn vonden alteren reichen Orden betrachtet wurden.

Der Reichthum der Geistlichkeit und ihr Streben nachvöllig freiem Besitze ihrer Güter, welche sie den Privilegiender Kirche gemäß in Anspruch nahmen, veranlasstc schon jetztden Orden in Preussen und die Stadt Breslau, der baldandere Städte folgten, dem entgcgeuzuarbeiten. Deshalbdurften hier ohne Genehmigung der weltlichen Obrigkeit denGeistlichen keine Grundstücke vermacht werden, und wenn esgeschah, wurde die Geistlichkeit genöthigt diese binnen Jahrund Tag zu verkaufen. Häufig nahm ihnen der Sohn, wasder Vater gegeben hatte.

Die Geschichte der Klöster besteht fast nur in der Auf-zählung dessen, was von ihren Äbten auf verschiedene Weiseerworben und wieder von Zeit zu Zeit verschwendet, dannvon den Nachfolgern wieder errungen und, spater wieder durch-gebracht oder durch Nachlässigkeit verloren oder durch Gewaltentzogen wurde.

Fast alle Orden kamen in unsere Länder, als bereits düserste Feuer der Begeisterung ihrer Stifter erloschen war undweniger sittlichen Bestrebungen Raum gelassen hatte; sie wur-den schnell reich und verdarben dadurch. Den meisten Nutzenstifteten noch die Fcldklöstcr durch bessern Anbau des Landes,nicht als hätten sie selbst gearbeitet, sondern weil sie durchKolonisten wüste Striche urbar machen ließen und Städteund Dörfer anlegtcn. In einigen Nonnenklöstern Schlesienswurden Zeuche gewebt und verkauft.

Den Wissenschaften waren die Klöster unserer Landerverhältnißmäßig sehr wenig förderlich. Die wenige wissen-