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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
Entstehung
Seite
82
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Achtes Hauptstück.

^ / schöne Gebäude erhoben sich, vorzüglich die Rathhäuscr und

^ Kirchen, beide umfassten alles öffentliche Leben in den zwei

Beziehungen, welche den Menschen an den Himmel und dieErde knüpften.

!s . So wurden die Städte Mittclpuncte gesetzlicher Ordnun-

^ gm und ungestörter Entwickelung aller Kräfte, sie retteten die

überall bcdrohete Freiheit des gemeinen Mannes vor dem

drängenden Adel. Die Mauern schützten nun vor den Zwing-herren, die offenen Thorc luden ein zum Asyle. Die hohenThürme der Städte sind die Wahrzeichen göttlicher und mensch-licher Freiheit, die der Burgen Symbole der Herrschaft undUnterdrückung; ohne die Städte keine Reformation im sechs-zehnten Jahrhunderte, ein anderer Gang der Weltgeschichte.

Der Handel giebt die Reichthümcr, ohne welche das hö-here geistige Leben nicht gedeiht. Er entsteht aus den natür-lichen Bedürfnissen der Menschen und der Möglichkeit diesezu befriedigen. Die Vorthelle, welche er allerseits gewährt,reizen an, jeder Gefahr zu trotzen: der Handelsmann über-steigt die höchsten Gebirge, dringt durch die dichtesten Wäl-der, zieht durch wasscrlecre Sandwüstcn, seit Jahrhundertenmitten durch das Jnndre von Afrika, wo keines ReisendenFuß gefahrlos weilt; er ist vor rohen Völkern sicher, denen ernützlich ist und bald nothwcndig wird; von Klippen und Un-tiefen, Stürmen und Strudeln ungehindert durchschneidet derKiel seiner Schiffe die fremden Meere, welche den Erdballumziehn. Er bringt die Erzeugnisse der fernsten Gegendenzu einander und verbindet die Menschen beider Pole. DerGenuß aber ist die Mutter des Bedürfnisses und erzeugt dieMittel zur eigenen Befriedigung. So steigern sich wechselsei-tig die Bedürfnisse und die Anstrengungen der Menschen ih-nen genügen zu können. Die Erfindungskraft wird geweckt,sie hat ein ungemcsscncs Feld errungen, Nichts ist mehr un-nütz in der Welt, Alles ist brauchbar, nützlich und wird noth-wcndig. Die Handwerke trennen sich in Zünfte und fertigendie Arbeit durch Thcilung leichter und besser. Sie könnenkaum genug liefern, und der Landmann, der Jäger, der Hirteilt ihnen darzubringcn, was die Erde erzeugt. Wiese, Steppeund Wald nähren, die Landwirthschaft hebt sich, weil Alles