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Übersicht der inneren Verhältnisse.
Werth hat was durch sie gewonnen wird und weil des Ge-werbfleißigen Arbeit Alles nützen, Alles veredeln kann. Al-len bietet der Kaufmann die Hand. Er ist ein Allen will-konnnncr Gast, so nannte ihn das Mittelalter. Er kommtim Osten und Norden aus dem fernen Westen und Südenan; schnell verbreitet sich die Kunde. Schützende Diener wer-den ihm entgcgcngcschickt zur Bergung und Fortbringungseiner köstlichen Maaren. Jeder eilt zusammenzuraffcn, waswas er seit der letzten Anwesenheit der Fremden aus Ackerund Feld und in Garten erbauet, im Walde und in Gewäs-sern erjagt, im Hause gearbeitet oder sonst errungen hat, umLhcil an dem zu erhalten, was der Kaufmann bringt. DesRichters schützende und strafende Hand, das Zeichen des Markt-ftiedcns, wird erhoben. Der Markt beginnt. Im drängendenGewühlc suchen sich Käufer und Verkäufer. Der Handelwird abgeschlossen, gewöhnlich wird Waare gegen Waare ge-tauscht, und wenn auch gegen Geld umgesctzt, so wird dieseswieder zum Ankauf neuer Maaren verwendet'). Der Marktendet, der Kaufmann zieht befrachtet wie er kam, fort miteingctauschten und erhandelten Maaren heim? Nein der Un-ermüdliche hat keine Heimath. Nur kurze Zeit theilt er Ge-winn und Genuß mit Frau und Kind in deren Wohnorte,i er zieht mit den Erzeugnissen des Ostens und Nordens wie-der hin, wo die brennende Sonne die Haut bräunt und wie-der zurück bis wo unter Eis und Schnee das Blut erstarrt.Es werden schon Straßen und Brücken erbaut für die Fracht-wagcn des Handelsmanns, weit mehr Maaren führen Kähneund Schiffe auf den Strömen hinauf und hinab. Der Fürstlegt seine Zölle an. Er schützt durch gewaffnctcs Geleit dieoffene, die Königs-Straße, oft nur zu schwach. Noch sindsie grüßtcntheils stark genug die Fürsten gegen den aufstre-benden Adel. Bald wird dieser alle Schranken durchbrechen.
Die Gegenstände des Handels unserer Länder bestanden theilsin rohen und durch Arbeit veredelten Natur-, theils in Kunst-Erzeugnissen. Sie hatten Pelzwcrk mancherlei Art, Häute,
1) Vergleiche Karamsin Geschichte des russ. Reichs; deutsche Über-setzung Bd. Hl. S. 170 ff.
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