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Buch I- Siebentes Hauptstück.
Gewerbe und den Handel, so daß bereits unter ihnen Stendaldreihundert Tuchmacher gehabt haben soll. Es ist nicht un-wahrscheinlich, daß Johann I. Köln an der Spree anlegte (1240),das ältere Berlin war bereits so ansehnlich, daß Frankfurt (1253)berlinisches Recht erhielt. Streitigkeiten ihrer Vorfahren mitden Hochstistcrn des Landes verglichen sie billig, waren frei-gebig gegen Kirchen und Klöster wie gegen Templer und Jo-hanniter und stifteten das Kloster Chorin.
So war das Anschn dieser trefflichen Brüder vor allenanderen Markgrafen des Reichs so hoch gestiegen, daß alleinsie, die Markgrafen von Brandenburg, neben den mächtigstenNeichssürstcn, dem Pfalzgrafen bei Rhein, dem Herzoge von !Sachsen und dem Könige von Böhmen standen, welche nebst den !drei Erzbischöfen von Mainz, Köln und Trier seit der Mitte desdreizehnten Jahrhunderts das ausschliessliche Wahlrecht der deut-schen Könige als Kurfürsten an sich rissen. Wahrend die kaiserlicheMacht hauptsächlich durch den vierjährigen Kampf der Hohenstau- ^scn mit den Päpsten sank, stieg in demselben Verhältnisse das An- >sehn einzelner großer Reichsfürsten. Diese früher von den Kaisernein- und abgcsetzten Rcichsbcamteten hatten bereits seit dem zwölf-ten Jahrhunderte im erblichen Besitze ihre Würde, sowohl durch ,kaiserliche Verleihungen als durch eigene lehen- und schutzherr- !liche Rechte und durch Erbgüter ihre Macht so ausgedehnt,daß diese zu einer eigentlich landesherrlichen Gewalt und diefrüher dem Reiche unmittelbar Untergebenen zu Unterthanen !der Fürsten wurden. Dadurch änderte sich die ganze Reichs-Verfassung, und die vom Kaiser fast unabhängigen Fürsten wur-den nur noch durch den immer loser werdenden Lehensverbandals ein Ganzes mit dem Reiche zusammcngehaltcn. Natürlichverschwand auch in demselben Maße bei Fürsten und Volkimmer mehr der deutsche Gemeinsinn: denn die Fürsten ver-folgten ihre Interessen, meistens ohne sich um das Reich zukümmern; die Völker aber sahen nur auf ihre Fürsten, vondenen ihr Wohl und Weh zunächst abhing. Von dem frühem >lebendigen Zusammenhänge deutschen allgemeinen Lebens ver- !lor sich immer mehr, bis es ganz verschwand und nur noch die ^Sprache, das heilige unauflösliche Band, mahnend an die Her- ^zen schlug und oft schlummernde fast vergessene Empfindungen ^