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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
Entstehung
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Brandenburg unt. Mkgf. a. d. Hause Anhalt. 59

auf. Um das Jahr 1257 gingen sie zuerst über die Oder, 1257schlugen die Polen an der Warta und erbaueten die StadtLandsberg. Bon hier breiteten sie sich weiter aus und legtennach und nach die Städte Beerwalde, Ncudamm, Königsberg 1260und Arnswalde an und tauschten vpn den Templern Soldinfür Quartschcn ein. Das Land Santhok brachte Konstanzc, 1262die Tochter Herzogs Przcmislaus von Polen, ihrem GemahleKonrad, dem Sohne Johannes I., zu und auch die Hoheit überdas zu Schlesien gehörige Land Sternberg erwarben die Mark-grafen. Seitdem wurden diese Eroberungen nach und nachgewöhnlich die neue Mark, und die zwischen dieser und deralten Mark gelegene ehemalige neue Mark spater dann dieMittclmark genannt P. Durch diese Eroberungskriege wurdenjedoch die rüstigen Markgrafen nicht gehindert mit den Waf-fen Christenpflicht im Geiste ihrer Zeit zu üben und ihren Freun-den zu dienen. Dreimal zog Markgraf Otto aus, dem be-drängten deutschen Orden zu helfen, vermittelte (1249) den Frie-den mit den Preussen, war seines Schwagers König Ottokarsvon Böhmen Kriegsmarschall (1265) und erbauete mit seinemSohne und Bruder die Burg Brandenburg, am frischen Hafbei Königsberg, welche lange an seine Thaten erinnerte. Ebensostand Otto seinem Schwager, dem Könige Ottokar, gegen Kö-nig Bcla lV. von Ungarn bei (1260), schlug diesen an derMo-rawa und half dem Herzoge Waldemar yon Schleswig gegenden König Christoph von Dänemark.

Aber nicht nur der Glanz kriegerischer Thaten fällt aufdas Andenken an diese Brüder, noch weit mehr zeichnet siezugleich die Einsicht und Kraft aus, mit der sie ihr Land re-gierten. Besser als durch Burgen sicherten sie ihre Eroberun-gen, wie ihr großer Ahnherr Albrecht der Bär, durch Erbauungvieler Städte und Dörfer, welche sie mit den ihnen treuendeutschen Kolonisten bevölkerten und so das wüste Land in An-bau brachten. Den innen: Frieden erhielten sie kräftig, sorg-ten für Sicherheit der Straßen, begünstigten die Städte durchPrivilegien, durch Einrichtung neuer und Verbesserung alterOrdnungen, steuerten den Misbräuchcn, schützten und belebten

1) Das Beste über die Geschichte der Erwerbung der Ncumark hatGercken in feinen vermischten Abhandlungen Band!, gegeben.

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