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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Buch I. Siebentes Hauptstück.

Hoheit und die Abtretung der Uckermark, welche der Markgrafbereits erobert und hier die Städte Fricdland (1244), Neu-Brandcnburg und Lychen (1248) angelegt hatte. Gegen dasvielhcrrigc Mcklenburg dehnten sich die Markgrafen bis überdie Elde aus.

^0 Wahrend dieser Eroberungen starb nach großen Thaten undMühseligkeiten Kaiser Friedrich II. Treu hatten die Markgra-fen an dem gebannten, doch rechtmäßigen Kaiser gehangen undkeiner Verführung Raum gegeben, keinen Gegenkönig aner-kannt. Erst fünf Jahre nach der Wahl Wilhelms von Hol-land, als Kaiser Friedrichs II. Sohn, Konrad, Deutschland ver-lassen hatte und sich nicht mehr behaupten konnte, als KönigWilhelm sich mit der Tochter Herzog Ottos von Braunschweig,der Nichte unserer Markgrafen, vermählt hatte, gaben sie demAndringcn ihres Schwagers nach und erkannten König Wil-

Marz hclm in Braunschweig an. Seitdem bezeigte ihnen der König

1-ö2 mancherlei Gunst, gestattete ihren Untcrthanen für Handlungs-güter Zollfteiheit in Holland und Seeland und gab ihnen dieLehnsherrlichkeit über die Burg und Stadt Zerbst, welche Ri-chard von Zerbst bisher vom Reiche gehabt hatte, ja sogar dieAnwartschaft auf das Herzogthum Sachsen. Die wichtigsteder vielen Erwerbungen für die Mark war indessen die desLandes jcnseit der Oder, damals Slavien genannt. Diesevon Slaven spärlich bewohnten Striche an der Netze, Drageund Warta gegen die Oder waren damals größtenthcils Wü-sten, Wälder und Moräste. Sie trennten Polen und Pom-mern mit oft wechselnden und nie genauen Grenzen, demSchauplatze zahlloser Kämpfe dieser Völker, welche sich durchoft zerstörte und wiedcrerbauete Burgen Nakel, Uscz, Czarni-kow, Filehne, Driesen und Santhok in denselben zu behaup-ten suchten; ein unsicherer Schutz, der immer mit der Burgselbst verloren ging. Wahrscheinlich zur Deckung ihres Landesund wegen des ungewissen Besitzes hatten die polnischen Her-zoge die Gegend an der obern Mietzel dem Tempelorden ge-schenkt, dieser die Stadt Soldin angelegt und mit Deutschenbevölkert. Wohl aus gleichen Gründen gab Herzog Barnimvon Pommern (1235) den Templern das Land Küstrin. Jetzt tra-ten hier auch die kriegslustigen Markgrafen von Brandenburg