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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Eroberung Preussens durch den deutschen Orden. 55

Brod sättigte, ein einfaches Gewand kleidete, eine leichte Deckeschützte ihn vor dem Erstarren, wenn er im ungeheizten, im-mer unverschlossenen Gemache auf Strohsack und Strohkissenin der Nacht, von häufigen Andachtsübungcn ermüdet, ru-hetc; aber doch war er nur gehorsam dem Gesetze, nicht dembloßen Eigenwillen des Obern, er selbst fühlte sich erhabenals Glied einer glänzenden Kette, von der Welt geehrt; da-her gingen alle seine Wünsche und Bestrebungen auf im Or-den. Der Ruhm, die Macht, die Grüße des Ordens warseines Lebens Ziel und Lohn. Endlich hatte er das Schwerdtzur Seite, mit dem er ausgewachsen war, das Spielwerk desKnaben wie des Jünglings Zierde, mit ihm öffnete er sich dieThvre des Himmels, wenn er die Schlachten schlug für dieAusbreitung des heiligen Glaubens gegen die Herrschaft desTeufels, gegen das Hcidcnthum. Solange alle Thatkrasttapferer und begeisterter Männer so vereinigt zu einem Zweckezusammenhiclt und weise geleitet wurde, konnte eine Gesell-schaft stark sein, der ausserdem die christliche Welt jede Un-terstützung angedeihen ließ, welche die Opfer verdienten, diesie der Religion brachte.

Während der Verfall des polnischen Reichs die Veran-lassung zur Gründung der Ordensherrschast im äusscrstenOsten unserer Länder gab, war eben dadurch im Westen dieMacht von Brandenburg nicht weniger hochgestiegcn.

Siebentes Hauptstück.

Ausbreitung der Macht Brandenburgs durch dieMarkgrafen aus dem Hause Anhalt.

Nicht leicht hat Brandenburg zugleich kriegslustigere und imGanzen glücklichere und einsichtsvollere Fürsten gehabt alsJohann I. und Otto II!. Kaum waren sie unter der Vor-mundschaft ihrer staatsklvgen Mutter Mathilde mündig ge-