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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Eroberung Preussens durch den deutschen Orden, 41

winncn. Der Herzog Konrad willigte gern ein, und nach demMuster der Schwerdtbrüdcr in Livland wurde der Orden der 12Ritter Christi in Preussen gestiftet, und ihnen als Ab-zeichen auf dem wcissen Mantel ein rother Stern und einSchwerdt, als Hauptsitz aber die wiedererbaute Burg Dobrin ander Drcwenz, der Grenze des kulmer Landes gegen Polen, ein-gcraumt, weshalb mansie gewöhnlich dieNitterbrüder vonDobrin nannte. Zugleich erhielten sie vom Herzoge einennicht unbedeutenden Strich Landes in Masovien an der GrenzePreussens (32 — 40 ln Meilen) zwischen Weichsel, Mnienund Vssa mit Zusicherung der Halste aller über die Preussenzu machenden Eroberungen.

Durch die Streifzüge und Plünderungen der Ritter von derBurg Dobrin aus gereizt, zogen die Preussen gegen die Feste,Herzog Konrad mit den Rittern ihnen entgegen. Da wojetzt Strasburg steht, entbrannte zwei Tage hindurch ein wü-thender Kampf, tapfer stritten die Ritter, bis der feige Her-zog floh, ihm nach seine Masovier. Alle Ritter bis auf fünfbedeckten den Wahlplatz, die übrigen zogen sich in die BurgDobrin und vertheidigtcn sie lange gegen die der Belage-rungskunst unkundigen Preussen, welche nun wieder ungehin-dert durch Masovien streiften. So verschwand dem BischöfeChristian abermals seine Hoffnung. Selbst über die Weichseldrangen die Preussen in das Land Herzog Schwantopelksvon Pommern vor, nahmen Danzig ein, plünderten und ver-brannten das Kloster Oliva und ermordeten die Mönche.In dieser verzweiflungsvollen Lage warf der Bischof Christianzur Rettung des bedrängten Christenthums seine Blicke aufden deutschen Orden, an dessen Spitze damals der große Mei-ster Hermann von Salza stand. Christian kannte aus frühe-rer Zeit dieses Meisters unternehmenden Geist, kriegerischeEinsicht und Tapferkeit. Es war ihm nicht unbekannt, daßdie deutschen Brüder bereits von dem Könige von Ungarneinen bedeutenden Landstrich, das Burzenland im jetzigenSiebenbürgen, erhalten und tapfer gegen die rohen Kumanenverthcidigt hatten. Der Herzog Konrad, jetzt zugleich von denwilden Litthauern bedroht, willigte gern in Alles was derBischof vorschlug und ihm Hoffnung zur Rettung gab. Es