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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Buch I. Viertes Haupt stück.

von Pommern weihen lassen und in ärmlichen Kleidern dahinkam, sah sich nur verachtet und verspottet und überzeugtesich, daß Herzog Boleslaus von Polen Recht habe, indem erbehauptete: durch keinen Armen werde hier das ChriftcnthumEingang finden. Er begab sich nach Bamberg in ein Kloster.Jetzt lud BolcSlaus den ehemaligen Kapellan seiner Mutter,den srommcn Bischof Otto von Bamberg, welcher der Landes-sprache mächtig war, ein, das Bckehrungswcrk zu unterneh-men. Dieser wackere und zugleich wcltklugc Mann begab sichals päpstlicher Legat, unter dem mächtigen Schutze des Hcr-1124 zogs von Polen, zweimal mit zahlreichem Gefolge, in pracht-u. 1125 vollem Aufzuge mit vielen Wagen, beladen mit wcrthvollcnGeschenken, nach Pommern, um nicht durch Waffen-Gewalt,sondern durch Geschenke und Überredung die Gemüthcr zu ge-winnen. So vielen Widerstand ihm auch die Priester leiste-ten, so viele Gefahren sie ihm bereiteten, der kluge und mildeBischof brachte es dennoch, mit Hülfe des pommcrschen Für-sten Wratislav und mehrerer anderer Großen, besonders aberals Herzog Boleslaus den Tribut zu vermindern versprach,wenn die Pommern Christen würden, glücklich dahin daß sichviele Tausende in Piritz, Kamin, Stettin und Kolberg tau-fen liessen, die Tempel der Götter zerstörten, Kirchen crbauc-tcn und die Verordnungen annahmcn, durch welche Otto alspäpstlicher Legat die äussere Form des Gottesdienstes festsctzteund ihnen die Vielweiberei, Ermordung der Kinder, Verbren-nung der Todten, den Umgang mit Götzendienern und vieleandere abergläubische Gebrauche verbot. Nun breiteten dieHerzoge von Pommern das Christenthum ebenfalls durch Waf-fengewalt weiter aus, gegen die auf dem linken Oder-Ufer undan der Peene wohnenden leutizischcn Völkerschaften, die vonihnen bezwungen wurden und nun zu Pommern gehörten.

Wenn wir jetzt die Geschichte der Einführung des Chri-stcnthums bei allen den genannten slavischcn Völkerschaftenmit einem Blicke übersehen und vergleichen, so sind es vor-züglich zwei Punctc, welche einer Erklärung zu bedürfen schei-nen: erstens, woher kam cs daß einige Völker, wie die Po-len, Pommern und Sorben, das Christenthum im Ganzen mehroder weniger willig annahmen und demselben wenigstens nicht