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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Einführung d. Christenthums bei d. Slavcn. 19

einander; MaSlaus, der tapfere und unternehmende Mund-schenk Miccislaus II., warf sich zum Herrn Masovicns auf, derkühne Herzog Brzctislaus von Böhmen plünderte Krakau und 1039Posen und führte aus Gnesen den Leichnam des heiligen Adal-bert mit vielen Schätzen nach Prag. Nie erhob sich Polenwieder zu der furchtbaren Macht, welche es unter Bolcslaus I.gehabt hatte. Erst als von den Polen gerufen Kasimir I. zu-rückkehrte, wurde nach und nach die Ordnung und das wäh-um1042rcnd der Unruhen fast untcrgegangene Christcnthum wieder her-gestellt, Mafovicn unterworfen, Schlesien erhielt Kasimir ge-gen jährlichen Tribut an Böhmen zurück. Durch viele Kriegevermochte sein tapferer Sohn Bolcslaus II. doch kaum diePreussen und Pommern tributpflichtig zu machen. Als dieHand des erzürnten Fürsten den ihn scheltenden Bischof Sta-nislaus von Krakau erschlug, trieben ihn das aufgebrachte 1079Volk und sein Gewissen aus dem Lande. Sein Bruder Wla-dislaus I. und dessen Sohn Bolcslaus III. erneuerten oft ver-geblich den Kampf gegen die vereinigten Pommern und Prcus-sen. Unsicherer Tribut konnte nach vielen blutigen Schlachtenvon den Preusscn erzwungen werden, doch die Annahme desChristenthums nicht. Glücklicher war Bolcslaus III. gegen diePommern. Diese hatten schon früh mehrere Fürsten, und Hin-terpommern, das Land an dem linken Ufer der Weichsel mitder Hauptfcste Danzig, ebenso seine eigenen Herzoge wie daseigentliche Pommern, welches sich noch nicht westlich über dieOder erstreckte. Bolcslaus III. hatte die Pommern eben be-siegt, als Kaiser Heinrich gegen ihn, welcher früh in Böhmen 1109eingefallen war, Krieg erhob, in Schlesien einsiel, Beuthcnund Glogau vergeblich bestürmte und ohne Ruhm zurückziehcnmusste. Als nun Bolcslaus durch viele Siege über seine Nach-baren das Reich gesichert hatte, suchte er auch die von ihmgeschreckten Pommern zu bekehren und dadurch eine nähereVereinigung und Aussöhnung dieses tapfcrn Volks mit Polenzu bewirken.

Schon waren einige Männer, welche mit mehr Eifer alsKlugheit den Versuch gemacht hatten den Pommern das Chri-stenthum zu predigen, von diesen ermordet worden. Ein spa-nischer Mönch, Bernhard, der sich in Rom hatte zum Bischof

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