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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Die Slaven.

II.

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kalte Klima nicht reizt. Sv war auch die Frau im StaateNichts und im Hause nur die Dienerin des Mannes, ihresHerrn, dem sie unbedingt gchorsamte. Daher die häufigeTödtung neugeborner Mädchen durch ihre Mütter, wvhl auchum sic der für sie traurigen Zukunft zu entziehen.

Am Ende des Lebens wurden die Tobten feierlich ver-brannt, ihre Asche in aus Thon gebrannten, nicht ohne Kunstund einigen reinem Geschmack gefertigten Urnen gesammeltund mit mancherlei Zierrathen und Kostbarkeiten in mehr oder-minder sorgfältig aus Steinen erbaucten Höhlungen, an dengemeinschaftlichen größeren Begräbnißplätzen beigcsetzt ").

So waren die Slaven in ihrer Freiheit; später unter-drückt, wurden sie heimtückisch und treulos, ihre Tugendenverschwanden mit der Freiheit, nur Laster entwickelten sich inden Knechten.

Drittes Hauptstück.

Kriege der Deutschen gegen die Slaven bis zumzehnten Jahrhundert.

Es war ein großes Glück für das im Innern fast immer un-ter seinen Hauptstämmen zwiespältige Deutschland, daß dieslavischen Völkerschaften nicht minder uneinig waren. Oft be-fehdeten einander auf das grausamste die nächsten Nachbaren,die ausserdem gemeinschaftlicher Vortheil gegen die Deutschenhätte verbünden müssen.

Nachbaren der Obotritcn, Leutizen und Sorben an derSaale und Elbe waren die frühzeitig durch die Franken ge-

1) Hauptsächlich nach Helmold. Bergl. Sell Geschichte des Herzog-thums Pommern, Lheil I. Daß die Slaven ihre Lobte» wirklich ver-brannt haben, wird jetzt nach den neueren Untersuchungen wohl nicht mehrgeleugnet, es war lange durch die deutliche Stelle des Dithmar vonMerseburg, S. 248, gewiß.