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Buch VI. Drittes Hauplstück.
lung von mehr als 24,000 Mann (wie der Vertrag feststellte)verpflichten. Wegen Schleswigs und der ostendischen Gesell-schaft sollte man Preussen aus dem Spiele lassen. Er wicder-März holte, als er keine Antwort erhielt, diese Anträge drei Mo-4726 nate spater und wurde immer ungeduldiger').
Zugleich wurde er immer unzufriedener mit seinem Schwie-gervater, weil dieser den näheren Anträgen über die Doppel-heirath fortwährend auswich. Hiezu kam noch ein besondersunangenehmer Vorfall. Der König Georg hatte auf Vorbitteseiner Tochter, der Königin Sophie, welche die Hauptleiden-schaft ihres Gemahls sehr wohl kannte, diesem die jährlicheLieferung einer Anzahl langer Rekruten versprochen. Das.hannöverische Ministerium stellte sie aber, obwohl mehrmalsdarum angegangen, unter leeren Vorwänden nicht, was denKönig so aufbrachte, daß er seinen Offlcieren befahl, im Han-növerischen alle für sein Lcibregiment geeignete große Leute weg-zunehmen. Eine solche Gewaltthätigkeit erregte natürlich einausserordentliches Aufsehen. Georg I. verlangte die Freilassungseiner Unterthanen, Friedrich Wilhelm dagegen bestand darauf,sie zu behalten. Der gegenseitige Widerwille stieg bis zumHasse-).
In dieser Lage der Verhältnisse und bei der ihm durchGrumbkow schon bekannten Stimmung Friedrich Wilhelmskam der General Seckendorf wie zufällig, um einer HeerschauMai beizuwohnen, nach Berlin, wo er bald nachher (Juni) als kai-1726 ftrlicher Gesandter auftrat. Er gab nun dem Könige und des-sen Ofsicieren häufig Feste, bei denen gut und stark gegessenund noch stärker getrunken wurdet, wodurch er den Königoffenherzig machte und von Hannover immer mehr abwendete.Der König, der nicht leicht etwas auf dem Herzen behaltenkonnte, am wenigsten, wenn er gereizt war, erzählte ihm so-gleich, wie man ihn zum hannöverischen Bunde gebracht, ersei zugleich aufgebracht gewesen über mehrere Reichshofraths-
1) Seckendorf an den Kaiser so. Nov. 1726. Försters Urkun-dend. II. 192.
2) IVIsmoires äs Laroitll I. p, 94.
Z) Ebendas, x>. 95. '