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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Thorn.

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Gymnasium genommen werden. Der Rath zu Danzig unddie Könige von Dänemark, Schweden und Großbritannienverwendeten sich für die Stadt. Friedrich Wilhelm stellte(28. Nov.) dem Könige August vor, daß die Thorner keinenHochverrats, begangen, sondern daß nur der niedrigste Pöbeleinen Tumult gegen die Jesuiten erregt und von diesen gereiztworden seien. Das fürchterliche Urtel sei nicht von Liebe zurGerechtigkeit, sondern von unversöhnlichem Hasse der Jesuitengegen die Evangelischen eingegeben. Er als Theilnehmcr amFrieden von Oliva sei Gewährleiste:: der Rechte der Thornerund der Polnischprcusscn und bitte daher um neue unparteiischeUntersuchung. Er wiederholte seine Vorstellungen in Warschauund thcilte sein Schreiben an den König August den Königenvon Großbritannien, Dänemark un- Schweden und dem ZaarPeter mit. Diesem Letzteren sagte er: die Beklagten wärenmit ihrer Vertheidigung nicht hinlänglich gehört und auf soungerechte und schreiende Weise verfahren worden, daß wenigeBeispiele von einer so grausamen Ungerechtigkeit zu finden wä-ren. Es geht auch, fahrt er fort, die Rage des römisch-ka-tholischen Clcri in Polen so weit, daß derselbe nicht allein dieStadt Thorn ruinircn, sondern auch alle Dissidenten ausrottenwolle und sich dessen offen rühme. Der König von Polenlasse den Geistlichen dabei den vollen Zügel schießen; die evan-gelischen Mächte könnten das nicht mit anschen. Er fodertesie auf, sich mit ihm zu vereinigen und besondere Abgeordnetenach Polen zu schicken, um das über dem Haupte der StadtThorn und der Evangelischen in Polen und Lithauen schwe-bende Unglück abzuwenden.

Zahlreiche Truppen umgaben indessen die unglücklicheStadt. Die Jesuiten drangen auf Beschleunigung der auf15. Dec- angesetzten Vollziehung des Urtels. Die Vcrurtheil-ten baten um rechtliches Gehör und Vorstellung der Zeugenund erboten sich zum rechtlichen Beweise ihrer Unschuld. Alleswar vergeblich. Schon am 7. Dec. wurde der PräsidentRösner, dann noch 9 Bürger geköpft, nachdem vieren vonihnen vorher noch die Hände waren abgehauen worden. Sielitten den durch Ungeschicklichkeit des Scharfrichters doppeltschmerzlichen Tod standhaft und ließen sich weder durch Ucbcr-