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und Feierlichkeiten innerhalb der ihnen ausschließlich gehörigenund dazu bestimmten Raume hielte, weil namentlich die öffent-liche Procession so häufig Veranlassung zu unangenehmen Rei-bungen gegeben hat. Das war auch hier der Fall.
Am 16. Juli 1724 hielten die Katholiken auf dem Kirch-hofe der den Protestanten entrissenen Pfarrkirche Hu St. Jakobeine feierliche Procession. Ausserhalb des Kirchhofs standeneinige lutherische Bürger, ferner junge Leute aus der Nachbar-schaft und Kinder mit entblößten Häuptern. Ein Jesuiter-student suchte sie mit ehrenrührigen Worten und Ohrfeigenzu zwingen, auf die Knie zu fallen. Weil das hinging, somißhandelten die Studenten zwei Stunden nach der Processionandere Bürgerssöhne und Knechte auf der Straße. Darüberkam es zum Auflaufe und der Rädelsführer unter den Stu-denten wurde von der Stadtwache festgesetzt. Am folgendenTage versammelten sich viele Jesuiterstudenten und drangenauf Loslassung ihres Mitgesellen, mißhandelten die Bürger aufder Straße, und es kam wieder zum Auflaufe. Abermalswurde durch die Wache der Anführer festgenommen, währendder erstere auf Verlangen des Schulpräfcctcn bereits in Freiheitgesetzt worden war. Die Studenten wollten nun sogleich mitGewalt den zweiten befreien und als das nicht gelang, sielensie haufenweise auf der Straße mit bloßen Säbeln die Bürgeran und schleppten einen deutschen Studenten in ihr Collegium,bis die Stadtwache sie auseinander trieb. Der Pater Rectordes Jcsuitencollegiums weigerte sich, den deutschen Studentenfrei zu geben, wenn nicht zuvor der polnische entlassen würde.Während dem kam es zwischen dem erbitterten Volke, welchesvor dem Jesuitcncollegio stand und von den Studenten, welcheSteine auf dasselbe warfen, gereizt wurde, zu Thätlichkei-ten, welche sich auch, als der deutsche Student in Freiheitgesetzt worden war, durch das Stcinwerfen und Schiessen ausdem Collegio erneuerten, worauf das wüthende Volk das Ge-bäude stürmte, alles Hausgcräth theils zerstörte, theils auf einenHaufen warf und verbrannte, bis die Stadtwache kam undAlles zerstreuete.
Die Katholiken behaupteten, ein Jesuiterstudent habeeinem Lutheraner, welcher der Procession mit bedecktem Haupte