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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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284
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284 Buch VI. Erstes Hauptstück.

Danen und Russen einander vorwarfen, waren die Truppen17 . Sept. endlich in Seeland versammelt, als Peter I. ganz unerwartet1716 drei Tage vor dem zur Einschiffung festgesetzten Termine er-klärte, die Jahreszeit sei zu weit vorgerückt, um die Landungnoch auszuführen; man müsse den Frühling abwarten. AllesAndringen des Königs von Dänemark und des englischen Ad-mirals Norris war nicht im Stande, Peter I. zu vermögen,mit seiner gesammtcn Macht überzuschiffen; höchstens wollte ernur einen Theil seiner Truppen dazu hergeben. Es war denDanen schon ausgefallen, daß Peter I. anstatt 20,000 Mann40,000 mit sich gebracht hatte. Er hatte ausserdem seine Un-zufriedenheit darüber bezeugt, daß man ihm nicht hatte denHafen von Karlskrona überlassen wollen, und es war schonVerdacht entstanden, er verhandele einen abgesonderten Friedenmit Schweden. Georg I. argwöhnte, er stehe in Verbindungmit dem Prätendenten, und nährte wahrscheinlich die Verstim-mung der Dänen. Nach mehrtägigem Streite wurde plötzlichdie Bcsorgniß laut, die Russen könnten die Absicht haben, sichKopenhagens und des Sundes zu bemächtigen. Sogleich warAlles auf und unter den Waffen, den König und die Haupt-stadt gegen den zweideutigen Freund zu vertheidigen. Georg I.soll dem Admiral Norris den Befehl gegeben haben, Gewaltzu brauchen, wenn die Russen sich weigerten, in Schweden zulanden. Norris soll bereit gewesen sein, sich der russischenFlotte zu bemächtigen. Die Dänen wollten unerwartet überdie, Russen herfallen, allein der König erlaubte es nicht, bat§6. Sept. jedoch den Zaar, seine Flotte und sein Heer aus Seeland ab-zuführen. Peter verließ höchst aufgebracht die Insel') undschickte seine Russen, ungeachtet der Kaiser dagegen protestirte,nach Mecklenburg in die Winterquartiere, man glaubte, nichtallein zur Unterstützung des Herzogs gegen dessen Landstände,sondern auch um sich der Festung Wismar und des Hafenszu bemächtigen.

So löste sich das Bündniß der nordischen Mächte gegenSchweden völlig auf und Peter hegte die größte Verachtunggegen August von Polen, Geringschätzung gegen den König

1) Hojcr I. S. 313. Lagebuch Peters I. §. 392 ff. — §- 406.