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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Sequestrationsverträge.

cingeschlossen hielt, und drohete, mit den übrigen Gewahrlei-stern der Vertrage die wirksamsten Maßregeln zum SchutzeHolsteins zu ergreifen. Er lud den Kurfürsten von Hannoverein, gemeinschaftlich mit ihm Lönningen zu retten. Man be-fürchtete schon den Ausbruch eines Krieges zwischen Preussenund Dänemark').

Der König von Dänemark war sehr unzufrieden über denohne seine Zuziehung von Menschikoff und Flemming mit Fried-rich Wilhelm!. in Schwedt geschlossenen Vertrag °) (v. 6. Oct.),weil sich der König von Preussen im berliner Vertrage (v.

3. Juli) dem Hause Holstein - Gottorp geneigt bewiesen unddann drohend die Aufhebung der Einschließung Lönningensverlangt hatte. Er beschwerte sich vorzüglich darüber, daß derSequester Preußens auf alle schwedische Festungen in Deutsch-land ausgedehnt worden und bewirkte dadurch, daß der Zaar,welcher Preussen ganz auf die Seite der nordischen Verbünde-ten ziehen wollte, dem schwedter Vertrage seine Genehmigung Decbr.versagte und sie nur ertheilen zu wollen versprach, wenn die 1713dem Könige von Dänemark anstößigen Artikel geändert undWismar und Stralsund vom preussischen Sequester ausgenom-men würden *). Friedrich Wilhelm, der die Früchte des schwed-ter Vertrags nicht aufgeben wollte, suchte dagegen zu zeigen,der berliner Vertrag (v. 3. Juli) mit Holstein-Gottorp be-stimme nichts Nachtheiliges für den Zaar, gelte auch nichtmehr, seitdem Meyerfeldt die Annahme desselben verweigert,endlich habe er selbst vom Zaare nicht die Genehmigung desberliner, sondern des schwedter Vertrags verlangt. Für Hol-stein-Gottorp hoffe er noch durch den braunschwciger Congrcß

1) I-umdort^ VIII. x. 21Z ff.

2) Tagebuch Peters I. §. 346. Der sagt, auch König August seiunzufrieden damit gewesen, während Hojer I. S. 264 das Gegentheilangibt, doch konnte Peter das besser wissen.

3) Peter §. 346 seines Tagebuchs und Erklärung des russischenGesandten Golofkin v. 13. Dec. in den Nachrichten vom nord. Kriege,

Forts. I. S. 140. Bergl- Noräbsrx III. p. 35. Stralsund warfrüher an August und. den König von Dänemark versprochen worden, al-lein Menschikoff hatte sich von Preussen gewinnen lassen.

Stenzel, Gesch. d. Preußisch. Staats. III. 17