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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Spanische Erbfolge.

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hinreichende Vorwände, eine so günstige Gelegenheit zu benu-tzen, um wenigstens einen Theil der reichen Erbschaft für seinHaus zu erwerben und dem Kaiser zu entziehen. Dem KönigeWilhelm III. von England lag zur Erhaltung des Gleichge-wichts der europäischen Mächte daran, daß weder Frankreichnoch Oesterreich die ganze Erbschaft erhielten, er arbeitete daher,seitdem mit dem Tode des Kurprinzen von Baicrn die Hoff-nung erloschen war, sie unzertrennt auf diesen, den GroßneffenKarls H., zu bringen, in Verbindung mit den Holländern aneiner Theilung der Erbschaft und gewann Ludwig XIV. dafür.Die Hauptländer, als Spanien, die Colonien und Belgiensollten dem letzten Vertrage (vom 25. März 1700) gemäß anLeopolds zweiten Sohn, Karl, die italienischen Nebcnländer anFrankreich fallen. Der Kaiser weigerte sich aber darauf einzu-gehen und war entschlossen, es auf die Entscheidung der Waffenankommcn zu lassen. Die Seemächte, welche die Theilungwollten, hatte er gegen sich, auf den treulosen Herzog vonSavoyen, in dessen Hause die Wortbrüchigkeit erblich war,konnte er nicht bauen, der Kurfürst von Baicrn, den er ver-nachlässigt hatte, war für Frankreich, ebenso die gegen dieneunte Kur correspondirenden Fürsten, hauptsächlich AntonUlrich von Braunschweig; dem Könige von Dänemark wurdenvon Frankreich große Anerbietungen gemacht '); der Kurfürstvon Sachsen war im Kriege mit Schweden beschäftigt undwurde durch französisches Geld wenigstens in große Versuchunggeführt; der Herzog von Holstein erhielt von Ludwig XIV.monatlich 15,000 Thaler, um seinen Schwager, den KönigKarl XII. auf die französische Seite zu ziehen. So blieb demKaiser, um ausser Hannover noch eine bedeutende Unter-stützung zu finden, Niemand übrig, als der Kurfürst Fried-rich III. von Brandenburg, welcher 30,000 Mann bewähr-ter Truppen auf den Beinen hatte ^). Dieser benutzte

1) Hoyer I. S. 42 ff.

2) Schönings Leben Natzmcrs S. 1S6, aus dem Vcrpflcgungs-rcglcmcnt. 1-umbert^ I. p. 162 meint, daß weder der König vonEngland noch die Gencralstaatcn das Königthum anerkannt haben wür-den, hätte man nicht Friedrichs Beistand zum bevorstehenden Kriegenöthig gehabt.